Viele Bürger sind zur Sitzung des Gemeinderats ins Freizeitheim gekommen. Thema: ein besserer Handyempfang. Foto: Baasner

Ein besserer Funkempfangs treibt die Bürger in Zimmern unter der Burg schon lange um. Eine Anlage auf der Halle wird aber kritisch gesehen.

Zimmern u. d. B. - Viele Interessierte sind zur Sitzung des Zimmerner Gemeinderats gekommen. Das Thema Handyempfang beschäftigt die Einwohner schon seit vielen Jahren. Überwiegend die jüngere Generation sowie Berufstätige, die auf guten Netzempfang, vor allem zu Zeiten im Homeoffice, angewiesen sind, befürworten die Optimierung des Netzes.

Experten geben Auskunft

Nun stand die Beratung über die mögliche Anbringung einer Funkübertragungsstelle auf der Gemeindehalle an. Bürgermeister Jürgen Leichtle hatte zur Sitzung Matthias Händler und Florian Kohn vom Bundesamt für Strahlenschutz zu einer Online-Veranstaltung eingeladen. In einem einstündigen Vortrag wurden die Zuhörer über Studien und Erfahrungsberichte informiert.

Einige Bürger blicken einer Funkübertragungsstelle in geringer Entfernung zu den Wohnhäusern kritisch entgegen. Die Strahlung erweckt zum Teil Sorge und Bedenken. Der WLan-Router zuhause könne abgeschaltet werden, bei einer Antenne hingegen habe man den Strahleneinfluss nicht selbst in der Hand, hieß es unter anderem. Ein Pro-Argument war eine Notfallsituation, bei der ein guter Empfang wichtig sei.

Empfang seit Jahren ein Thema

Armin Rieble betonte, dass der Wunsch nach einem guten Mobilfunkempfang seit Jahren laut werde. Jetzt habe man die Chance, und sollte diese nutzen.

Der stellvertretende Bürgermeister Benjamin Gauß sagte, man könne die Standortauswahl jetzt noch steuern. Wenn die Anbringung abgelehnt werden sollte, komme möglicherweise in geraumer Zeit eine Antenne auf ein Grenzgebiet, das noch weniger gefallen könnte. Dennoch sei es wichtig, für alle Beteiligten eine gute Lösung zu finden.

Die Bürger einbinden

Bernd Mayer drängte darauf, dass die Einwohner zu diesem Thema besser aufgeklärt werden. Bei einer Veranstaltung sollten Gesundheitsexperten zu Wort kommen, um über mögliche Risiken und Gesundheitsschäden zu informieren.

Jasmin Willi war vor der Sitzung mit Einwohnern im Gespräch. Sie stellte den Antrag, diesen Punkt jetzt nicht zu beschließen. "Die Räte und die Verwaltung müssen die Möglichkeit zur Mitsprache schaffen – das Thema betrifft alle." Dem Antrag wurde zugestimmt. Nun soll gemeinsam mit den Bürgern eine Lösung gefunden werden.