Rudolf Fluck (von links) im Gespräch mit Rolf Kirschmann (Henngineered), Robert Dix (Weißer und Grießhaber), Christoph Jandl (Henngineered) und Tobias Hauser (Henngineered). Foto: Monika Hettich-Marull

„Ob groß oder klein – sie alle sind für uns von großer Bedeutung und bilden das Fundament unserer Gemeinde“, begrüßte Bürgermeister Rudolf Fluck zum Wirtschaftsgespräch in Mönchweiler.

Ins Bürgerzentrum der Gemeinde Mönchweiler gekommen waren neben zahlreichen Vertretern des örtlichen Gewerbes auch Teile des Gemeinderates und der Verwaltung.

 

Begrüßen konnte der Bürgermeister auch den Hauptgeschäftsführer der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Thomas Albiez, der einen Impulsvortrag zu den wirtschaftlichen Herausforderungen in der Region präsentierte.

Ebenfalls vor Ort: Stefan Läufer vom Planungsbüro FSP Stadtplanung Freiburg, der einen Einblick in das geplante Gewerbegebiet am Fohrenwald gewährte. Nach den Vorträgen bestand noch ausreichend Gelegenheit, sich in persönlichen Gesprächen auszutauschen.

Eine wirtschaftlich stabile Gemeinde

Zunächst jedoch hatte Bürgermeister Fluck das Wort. Seit zehn Jahren Bürgermeister in einer wirtschaftlich stabilen Gemeinde mit breit aufgestelltem Gewerbe und immer bemüht, in die Zukunft zu investieren – kurz und prägnant ließ Fluck Erreichtes und Geplantes Revue passieren.

„Das ist kein Zufall“, beschrieb Fluck die Anstrengungen beider Seiten, im Streben nach einem leistungsfähigen Gewerbestandort. „Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung“.

Rund zwölf Millionen Euro investiert

In den vergangenen zehn Jahren habe man als Gemeinde rund zwölf Millionen Euro investiert – ganz maßgeblich seien diese den Betrieben vor Ort zugute gekommen.

Ein wesentlicher Baustein, so Fluck, sei der Ausbau der digitalen Infrastruktur. Seit 2016 – mit der Gründung des Zweckverbandes Breitbandversorgung – entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte. „Heute können wir sagen: Unsere Gewerbegebiete, einschließlich der Fichtenstraße, sind flächendeckend mit Glasfaser versorgt. Bis 2028 wolle man die Breitbandversorgung in der gesamten Gemeinde abschließen.

Entwicklung der Gewerbeflächen

Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung der Gewerbeflächen. Mit den Bauabschnitten Egert III bis VI wurden neue Flächen geschaffen – mehr Flexibilität und Entwicklungsmöglichkeiten für die Betriebe. Viel Geld floss zusätzlich in die Infrastruktur – Straßen, Kanäle, Beleuchtung, Wasserversorgung, um nur einige zu nennen.

Gemeinsam mit den Stadtwerken wurde der Ringschluss für eine sichere Energieversorgung im Gemeindegebiet realisiert. „All diese Maßnahmen zeigen: Wir waren da, wenn wir gebraucht wurden“.

Was jedoch den Standort besonders mache, sei die Partnerschaft und enge Verbindung zwischen Gemeinde und Wirtschaft. Viele Betriebe unterstützen Gemeinschaftsschule, Kinderhaus, Vereine und Feuerwehr. „Das ist gelebte Mitverantwortung.

Die Herausforderungen sind laut Fluck groß

Bei der Vergabe von Aufträgen habe man – wann immer möglich – örtliche Betriebe eingebunden. „Die Betriebe sind da, wenn wir sie brauchen und leisten hervorragende Arbeit. Die aktuellen Herausforderungen seien, so Fluck, groß und die Rahmenbedingungen spürbar verschärft. Gerade im Mittelstand und im Handwerk werde es zunehmend schwieriger, langfristig zu planen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Die Frage stellt sich: Wie entwickelt sich der Wirtschaftsstandort Deutschland und was bedeutet das für uns vor Ort?“ Eins stehe für ihn fest: „Wir sind diesen Entwicklungen nicht hilflos ausgeliefert. Die Chancen liegen auf selbstständigem Handeln und einem noch stärkeren Blick auf die eigenen Stärken.“ Gerade in schweren Zeiten müsse man andere Wege gehen.

„Ein zentraler Baustein ist die Weiterentwicklung der Gewerbeflächen im Fohrenwald“. Hier wolle man neue Perspektiven schaffen.

Neue Energieinfrastrukturen

Ein weiteres zentrales Thema stelle die Energie dar. „Wir brauchen tragfähige Konzepte für neue Energieinfrastrukturen, eigene Verteilnetze, große Speicherkapazitäten und eine deutliche Steigerung erneuerbarer Energien.“

Innovation entstehe aber nicht nur bei der Infrastruktur. Ob das Forschungsprojekt zur Einrichtung eines Drohnenhubs, die Nutzung KI-basierter Anwendungen im Mittelstand – all das in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen steht auf der To-do-Liste der Gemeinde.

Starke Wirtschaft steht für Fluck im Mittelpunkt

„Die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg gehört nach wie vor zu den starken Wirtschaftsstandorten in Baden-Württemberg und in Deutschland“. Gebraucht werde eine starke wirtschaftspolitische Linie. Ohne eine starke Wirtschaft gebe es keinen dauerhaften Wohlstand, keine sozialen Sicherungssysteme und keinen Gestaltungsspielraum für die Zukunft.

„Die Bereitschaft zu mehr Arbeit wird zur zentralen Frage und ist die Grundlage für unser Leben auch hier in der Gemeinde.“ Für all das trage man gemeinsam Verantwortung.