Als "schluchtartigen" Graben zwischen Park und Stadt empfinden die Freunde des Fürstengartens die Zufahrt zur Stadthallen-Tiefgarage. Foto: Stopper

Die Fürstengartenfreunde machen auch nach dem Tod von Hanna Schlichtenberger weiter, darin waren sich die 13 Teilnehmer eines Treffens kürzlich einig. Als "lose Gruppierung" will man sich weiterhin "um die Belange des Kulturdenkmals kümmern.

Hechingen - Erika Paulsen wird weiterhin die Funktion einer Sprecherin übernehmen, gemeinsam mit Gert Rominger, der auch für die Pressearbeit zuständig ist. Joachim Wien berichtet der Gruppe über Entwicklungen in der Villa Eugenia. Es gäbe zwischenzeitlich auch einige jüngere ehrenamtliche Helfer, das Kulturangebot werde sehr gut angenommen. Das Problem, dass Steinchen des neuen Parkwegebelags das Parkett in der Villa Beschädigungen, sei durch "großflächig ausgelegten Matten gelöst worden". Der Baukredit wird im Juli abbezahlt sein. Nun belasten allerdings die gestiegenen Energiekosten den Förderverein.

Alles andere als zufrieden mit neuer Tiefgarage

Gelobt wurde von der Gruppe die Entwicklung des Parks. Gert Rominger betont als NABU-Vorstandsmitglied, dass die nun neu geschaffene Vielfalt der Pflanzenbestände den Verlust einiger alter Bäume mittelfristig ausgleiche. Mehrere Teilnehmer meinten allerdings, dass man etwas weniger neue Wege anlegen sollte, als dies das aktuelle und am historischen Vorbild orientierte Konzept vorsieht.

Nicht zufrieden ist die Gruppe mit der neuen Tiefgarage Stadthalle, gegen die man sich von Anfang an ausgesprochen habe. Auch die Forderung, die oberirdischen Parkplätze zu beseitigen, sei nicht berücksichtigt worden. Die Zufahrt zur Tiefgarage empfindet die Gruppe als "schluchtartige Zäsur" zwischen Stadthalle und Fürstengarten. Auch die Betonfassade der Zufahrt hätte aufgelockert werden sollen, ist man überzeugt. aufwiest. Nun wird vorgeschlagen, die Situation durch eine Begrünung zu verbessern. Kritisiert wird auch ein als unschön empfundener Schaltkasten an der Sichtachse zur Orangerie.

Orangerie als Ruhezone?

Die Teilnehmer hoben hervor, dass die Orangerie integraler Bestandteil eines englischen Landschaftsparks ist und deshalb erhalten werden muss. Michael Hakenmüller verweist auf den schlechten baulichen Zustand und stellte Ideen zu einer "sanften Umnutzung" vor, die geringe Kosten verursachen würde. Teilweise könne die Orangerie als Gewächshaus verwendet werden, das restliche Gebäude könnte "Ruhezone" werden.

Erika Paulsen und weitere Teilnehmer weisen darauf hin, dass der Obertorplatz so gut angenommen wird, dass dies von älteren Einwohner als zu turbulent empfunden werde. Sie würden sich ein "Rückzugsgebiet" wünschen, das im Stadtgarten und eben auch in der Orangerie geschaffen werden könnte. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang an eine Ankündigung von Bürgermeister Hahn, dass sich zwei Jungunternehmen für das Gebäude interessieren. Der Ankündigung, das Projekt den Fürstengartenfreunden vorzustellen, seien aber nun schon länger keine Taten mehr gefolgt. Stattdessen werde ausschließlich nichtöffentlich über die Orangerie beraten.