Das Corona-Virus beschert den Sportvereinen wieder verschärfte Regelungen. Foto: ©Tavani/Fotolia.com

Baden-Württemberg hat auf den rapiden Anstieg der Corona-Infizierten reagiert, die Alarmstufe II ausgerufen und eine neue Verordnung auf den Weg gebracht – mit Auswirkungen auf das Sportgeschehen.

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Seit Mittwoch gilt: Zuschauer bei Sportveranstaltungen müssen geimpft oder genesen sein und zudem einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest vorlegen können. In einem anderen Fall bleibt ihnen der Zutritt zu Events in Sporthallen aber auch im Freien verwehrt. In Hallen darf nur die Hälfte der Zuschauerkapazität ausgeschöpft werden. Eine aktualisierte Corona-Verordnung Sport mit eventuellen Ausnahmeregelungen steht indes noch aus, und so gilt derzeit die allgemeine Richtlinie.

Kurzer Vorlauf für Handball-Bundesligisten

Gerade einmal einen Tag vor dem Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen (Donnerstag, 19.05 Uhr) darf sich Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten mit den Neuerungen auseinandersetzten. Die Hoffnung auf eine Übergangsphase, die HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel noch am Dienstagnachmittag gehegt hatte, zerschlug sich. Auch kurzfristig muss der Klub im Derby die 2G+-Regelung umsetzen. Und da nicht mehr als 1200 Zuschauer in die Sparkassen-Arena dürfen, "haben wir den Vorverkauf umgehend gestoppt", so Strobel.

Noch versucht der Handball-Bundesligist, eine Teststation vor der Halle organisiert zu bekommt. Akzeptiert werden nur Arbeitgebertests und Tests von zertifizierten Stellen. Eine selbstvollzogene Testung reicht nicht aus.

Balinger Kicker setzen auf Bewährtes

Die Kicker der TSG Balingen empfangen am Samstag den TSC Schott Mainz zum Heimspiel in der Regionalliga Südwest (Anpfiff: 14 Uhr). Auch für den Eintritt in die Bizerba-Arena gilt für Zuschauer 2G+. "Wir arbeiten mit dem altbewährten Modell, der Kontrolle am Stadion-Eingang. Statt 2G wird nun eben auf 2G+ kontrolliert. Das bedeutend für uns nur einen unwesentlich größeren Aufwand", so TSG Geschäftsführer Jan Lindenmair.

Was ihm weitaus mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist seine Befürchtung, dass sich potenzielle Zuschauer aufgrund des nun erforderlichen Tests gegen einen Besuch des Spiels entscheiden. "Ich gehe davon aus, dass deshalb weniger Zuschauer als üblich kommen. Wir prüfen momentan, ob wir in Kooperation mit einem Partner selbst noch eine Möglichkeit am Stadion anbieten können." Übrigens: Das Vereinsheim 12. Mann bleibt für den Publikumsverkehr wie schon in der vergangenen Woche geschlossen.

Wie und ob es in den Amateurklassen angesichts der hohen Infektionszahlen weitergeht, lässt der Württembergische Fußballverband (WFV) noch offen. Der Handballverband Württemberg (HVW) hat bereits signalisiert, den Spielbetrieb aufrecht erhalten zu wollen, während Thüringen und Sachsen ihre Ligen bereits ausgebremst haben. Bis zur Baden-Württemberg-Oberliga gilt für Zuschauer die 2G+-Regel. Für die am Wettkampf teilnehmenden Personen weiterhin, dass sie entweder von Corona genesen oder dagegen geimpft sein müssen.