Die Festhalle soll seit Jahren renoviert werden. Foto: Terkowsky

Der Mahlberger Gemeinderat hat beschlossen, 2024 mit der Renovierung der Orschweierer Halle zu beginnen. Vier Millionen Euro muss die Stadt finanzieren.

Nach den Fasnachtsveranstaltungen im kommenden Jahr soll es mit der Sanierung und Erweiterung der Festhalle in Orschweier endlich losgehen. Auf diese Zeitschiene einigte sich der Mahlberger Gemeinderat am Montag. Mahlbergs Bürgermeister Dietmar Benz rechnet mit einer Bauzeit von mindestens zwei Jahren.

Die Rahmenbedingungen für die Sanierung der Festhalle in Orschweier sind schon seit mehreren Wochen bekannt, auch die Baugenehmigung liegt bereits seit Juli 2021 vor. So ist der aktuelle Stand, dass die Stadt für das rund fünf Millionen Euro teure Projekt lediglich eine Million Euro an Zuschüssen aus dem Stadtsanierungsprogramm des Landes erhalten wird.

Zwei weitere Anträge auf Zuwendung aus anderen Fördertöpfen wurden abgelehnt, beziehungsweise das Förderprogramm wurde nicht mehr aufgelegt. Rund vier Millionen Euro an Projektkosten muss die Stadt also selbst finanzieren.

Untersuchungen laufen

Untersuchungen zur Tragfähigkeit der Dachkonstruktion sowie zum Heizungs- und Wärmekonzept für das Projekt laufen noch. Derzeit werden die Halle und auch die angrenzende Förderschule über eine gemeinsame Gasheizung mit Wärme versorgt. Für die künftige Planung und Umsetzung stellt sich die Frage: Wie sollen Halle und Schule einmal mit Wärme versorgt werden?

„Auf was sollen wir umstellen, Hackschnitzel oder Pellets, oder sollen wir bei Gas bleiben?“, fragte Bürgermeister Dietmar Benz in die Runde. Eine Entscheidungshilfe erwartet er aus dem Gutachten zum Wärmekonzept der beauftragten Ettenheimer Firma Vertec.

Art der Wärmeversorgung noch unklar

Holzhackschnitzel und Pellets würden inzwischen nicht mehr als klimaneutral betrachtet, so der Bürgermeister. Und in welche Höhen sich der Gaspreis noch bewege, sei nicht auszumachen. Außerdem bleibe da noch das Diktat der Bundesregierung in Berlin. „Was die nun wirklich den Privaten und der öffentlichen Hand zum Thema Wärmeversorgung und Heizungssysteme vorgibt, ist noch unklar“, so Benz. Unklar ist laut ihm auch, ob etwa Wärmepumpen für Projekte dieser Größenordnung technisch überhaupt umgesetzt werden könnten. Dennoch will der Gemeinderat jetzt Nägel mit Köpfen machen. Die Sanierung soll im März des kommenden Jahres starten – mit allen Konsequenzen.

Stadt geht leer aus

Seit mehr als zehn Jahren will die Stadt Mahlberg die Halle in Orschweier renovieren – und setzt das Thema auch immer wieder auf die Wunschliste des Haushalts. Jedoch ging sie bei den Förderungen bislang Jahr für Jahr immer leer aus.