Freiburg hat eine weitere WC-Anlage für beeinträchtigte Menschen eröffnet.
Wer schwerbehindert, mehrfachbehindert oder pflegebedürftig ist, dem helfen rein barrierefreie Toiletten oft nicht aus. Diese Menschen brauchen eine „Toilette für alle“ mit höhenverstellbarer Liege, Deckenlifter und ausreichend Platz für eine Assistenzperson. Nur so können sie vom Rollstuhl auf das WC und zurück umgesetzt werden. Mit der Eröffnung der elften „Toilette für alle“ in der Joseph-Brandel-Anlage baut die Stadt ihr inklusives Angebot weiter aus.
Die neue Toilette sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Stadt, die für alle Menschen zugänglich ist – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, teilt die Stadt mit. Für viele Betroffene und ihre Familien sind sie eine grundlegende Voraussetzung, um sich länger und selbstbestimmt im öffentlichen Raum aufhalten zu können.
Schlüssel kann beantragt werden
Wer die Toiletten nutzen möchte, benötigt einen Euro-WC-Schlüssel. Dabei handelt es sich um ein europaweites, einheitliches Schließsystem mit mehr als 6700 Toiletten-Standorten. Jeder, der einen Schwerbehindertenausweis besitzt und eines der Merkzeichen aG, B, H oder BL sowie einen Schwerbehindertengrad von mindestens 70 Prozent hat, kann diesen Schlüssel beantragen. Weitere Infos zum Antrag gibt es unter www.freiburg.de/afs. Dort stehen auch weitere Infos zum Antrag.
Seit 2024 gibt es in Freiburg auch eine mobile „Toilette für alle“. Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen können den Anhänger für jede Art von Veranstaltung mieten, auch in den Umlandgemeinden über die Ortsgrenzen von Freiburg hinaus. Weitere Infos gibt es unter www.freiburg.de/mobile-toilette-fuer-alle.
Unterstützung aus dem Ministerium
Das Sozialministerium Baden-Württemberg
fördert „Toiletten für alle“. In
www.toiletten-fuer-alle-bw.de.