Von einer durchgehenden Geschwindigkeitskontrolle erhoffen sich die Menschen in der Kronen- und Adlerstraße mehr Ruhe. Am Montag wird der Friesenheimer Gemeinderat darüber diskutieren.
Mit der Tempo-30-Regelung wollen sich die Anwohner Kronen- und Adlerstraße nicht zufrieden geben, sie wünschen sich auch Kontrollen dazu. Eine Entscheidung für feste Blitzgeräte in Friesenheim entlang der Bundesstraße 3 könnte am Montag in der Gemeinderatssitzung fallen.
Anwohner die auf der Höhe der Ampel wohnen, sind von zu schnell fahrenden Fahrzeugen eher seltener betroffen. „Vor der Ampel machen die Fahrzeuge in der Regel langsam“, bestätigt Harry Reichmann. Vielmehr Betroffenheit erfahre er nach wie vor über den Lkw-Verkehr oder besonders laute Motorräder und Autos. Vor allem leere Sattelschlepper wuchteten sich mit lautem Getöse schon früh morgens durch die Adlerstraße. Friedlinde Königsmann, die seit 85 Jahren an der Bundesstraße lebt, erklärt gegenüber unserer Redaktion: „Es wird höchste Zeit, dass stationäre Blitzgeräte kommen.“ Seitdem auf der B 3 Tempo 30 eingeführt ist, sei es bereits ruhiger und besser geworden, räumt die 85-Jährige ein. Stehe jedoch ein mobiles Blitzgerät vom Landratsamt in der Straße vorne beim Aldi, mache sich das automatisch auch bei ihr bemerkbar. „Von einem Dauergerät würde ich mir einfach mehr Ruhe erhoffen“, so die Friesenheimerin und fügte an: „In Kuhbach, Reichenbach und im Ried geht es doch auch.“
Vor allem an den Ortsausgängen würden Verkehrsteilnehmer Gas geben.
Im Grunde verdienten die Anwohner entlang der Bundesstraße etwas mehr Ruhe, so die allgemeine Meinung. Solange es keine Dauerkontrolle gebe, könne durch Friesenheim jeder fahren wie ihm beliebe, erklärt auch Gertraud Burkhardt-Berger. Auf eine feste Installation von Blitzgeräten hofft auch sie. Vor Jahren habe man eine Umfahrung des Ortes versäumt und die Anwohner verdienten endlich eine Entlastung, die sie sich mit festen Blitzgeräten erhoffen, so die Friesenheimerin. „Jeder fahre, vor allem auch aus Friesenheimer heraus, wie es ihm gefällt“, teilt sie die Einschätzung mit vielen Anwohnern.
Anwohner beklagen, dass zu wenig kontrolliert wird
Je näher einige Fahrzeuge Richtung Ortsausfahrt kämen, desto mehr wird auf das Gas getreten. Es fehle schlicht die Kontrolle. Über einen festen Blitzer wird den Menschen bewusst, dass auch in Friesenheim gewisse Regeln gelten. Für die Anwohner brauche es nach der Einführung von Tempo 30 den „letzten Schliff“ über einen festen Blitzer.
Seit Jahren würden die Anwohner unter dem verstärkten Verkehrsaufkommen in der B 3 leiden. Im Sommer wenn auch verstärkt gelüftet werden müsse, sei der Lärm kaum auszuhalten. Mehr Ruhe erhofft sich auch Helmut Wetterer. „Wenn ein mobiler Blitzer in der Straße steht, ist es wesentlich besser auszuhalten. Drum hoffe ich jetzt auf einen fest installierten Blitzer auf einer der am meisten befahrenen Durchgangsstraßen für den gesamten Verkehr.“
Weitere Themen im Gemeinderat
Neben dem Thema „Blitzersäulen B 3“ wird sich der Gemeinderat am Montag, 12. Juni, ab 19.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses II unter anderem mit der Änderung des Bebauungsplanes „Zwischen den Straßen – Gutleuthälden Teil II“ im Ortsteil Oberschopfheim beschäftigen. Auch wird sich der Rat mit der Nachmittagsbetreuung an der Grundschule in Oberweier und mit der Optimierung der Löschwasserversorgung im Industriegebiet in Friesenheim und im Gebiet Neumatt-Schuttern beschäftigen. Weiter wird es um die Vergabe der Planungsleistungen für die Sanierung der Sternenberghalle gehen. Auf der Tagesordnung steht außerdem die dritte Änderung der Verbandssatzung des Zweckverbands „Abwasserverband Friesenheim“. Auch wird es um die Bürgermeisterwahl gehen – um die Festsetzung des Wahltags, des Tages der eventuellen Stichwahl, um die Stellenausschreibung, die Bildung des Gemeindewahlausschusses und die Festlegung des Ablaufs der Bewerbervorstellung. Letztlich liegt dem Rat noch der Antrag von Gemeinderat Martin Mußler auf Ausscheiden aus dem Gremium auf dem Tisch.