Die DB hat im Rahmen des millionenschweren Projekts eine Dachfläche von insgesamt 6 200 Quadratmetern saniert und dabei die denkmalgeschützten Bestandsziegel nach Reinigung und Prüfung im Sinne der Nachhaltigkeit wiederverwendet. Foto: DB AG / Holger Pape

Die Deutsche Bahn hat die Sanierungsarbeiten am Badischen Bahnhof in Basel abgeschlossen.

Fahrgäste profitieren nun von einem helleren und insgesamt ansprechenderen Ambiente im historischen Bahnhofsgebäude sowie einer besseren Erreichbarkeit: Hierfür sanierte die DB die komplette Sandsteinfassade und die Putzfassaden auf der Gleisseite, wie das Unternehmen mitteilte.

 

Sie erneuerte außerdem die Verglasungen im Hauptdach und im Arkadengang sowie die Hallenverglasung zur Stadtseite. Bereits im Sommer 2024 schloss die DB den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs ab, wodurch Reisende nun stufenfrei und komfortabel Zugang zu den Bahnsteigen und Serviceeinrichtungen erhalten.

Die DB hat im Rahmen des Projekts eine Dachfläche von insgesamt 6 200 Quadratmetern saniert und dabei die denkmalgeschützten Bestandsziegel nach Reinigung und Prüfung im Sinne der Nachhaltigkeit wiederverwendet. Die erneuerte Dachbodendämmung verbessert die energetische Qualität des Gebäudes deutlich. Die Arbeiten erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege, dem Bundesamt für Verkehr, den örtlichen Bauunternehmern und den Planern von BRH Architekten, heißt es weiter.

Marcus Bayer, Beauftragter für die deutschen Eisenbahnstrecken auf Schweizer Gebiet: „Mit dem erfolgreichen Abschluss der vollständigen Sanierung des historischen Daches des Empfangsgebäudes erreichen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein zur langfristigen Erhaltung und Modernisierung unseres Bahnhofs auch als ganz besonderes bauliches Juwel in Basel. Mein Dank gilt allen Kunden für ihr Verständnis und ihre Geduld während den laufenden Bauarbeiten sowie den beteiligten Schweizer Behörden, Baufirmen und insbesondere der Denkmalpflege.“

Täglich 22 000 Reisende

Das historische Bahnhofsgebäude der Jugendstil Architekten Curjel und Moser wurde 1913 fertig gestellt. Mit Abschluss der Sanierung sind sowohl das Dach als auch die Fassaden des historischen Empfangsgebäudes instandgesetzt und an heutige Anforderungen angepasst. Der Badische Bahnhof bleibt damit weiterhin ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Basel und steht täglich rund 22 000 Reisenden und Besuchern zur Verfügung.

Unterdessen feierte die Nordwestschweiz den größten Angebotsausbau seit 20 Jahren: Neu verkehrt die S-Bahn zwischen Basel und Liestal im Viertelstundentak. Zudem fahre jede Stunde ein Interregio der BLS von Basel nach Biel und ein Intercity pro Stunde von Basel via Biel nach Lausanne. Auf der Strecke Basel-Olten soll sich auch die Pünktlichkeit verbessern – unter anderem dank des Vierspurausbaus in Liestal und eines zusätzlichen Bahnsteigs am Bahnhof Basel SBB.

Herzstück bleibt Thema

In den vergangenen sechs Jahren wurden jenseits der Grenze Infrastrukturprojekte mit Kosten von rund einer halben Milliarde Franken umgesetzt. Laut Bundesrat Albert Rösti seien solche Projekte „sehr wichtig“. Die Region sei in der Vergangenheit „sicher nicht zu wenig berücksichtigt“ worden – und das solle auch bei zukünftigen Investitionen so bleiben, wie er bei einem Medienanlass erklärte. Bezüglich Letzterem hatten sich nach dem Bericht Weidmann, der unter anderem das Herzstück, also die unterirdische Durchmesserlinie zwischen Bahnhof Basel SBB und Badischer Bahnhof, herabgestuft hatte, in der Region Zweifel geregt. Rösti sagte am Freitag dazu: „Als Bundesrat erarbeite ich jetzt eine politische Lösung, die möglichst tragbar ist.“ Es werde erst noch entschieden, welche Projekte aus dem Bericht weitergeführt und welche allenfalls noch hinzukommen würden.