Im Interview spricht Mittelfeldregisseur Frank Malzacher nach dem Ende seiner Laufbahn über schöne Momente, untrainierbare Spieler und Weiteres.
Über viele Jahre hinweg zog Frank Malzacher im Mittelfeld des FV Brombach sowie des FV Lörrach-Brombach die Fäden. Dann lockte ihn Karl-Frieder Sütterlin im Herbst seiner Karriere zum TuS Binzen, wo er als Co-Trainer den Aufstieg in die Bezirksliga feierte. Nach dem Ende seiner Laufbahn probierte sich der mittlerweile 41-Jährige auch als Trainer der TuS-Reserve. Im Interview blickt er auf verschiedene Momente seiner Laufbahn zurück.
Herr Malzacher, wie lebt es sich ohne den aktiven Regionalfußball? Vermissen Sie es?
Ich vermisse es eigentlich gar nicht. Ich gehe schon noch ab und zu auf den Sportplatz, aber die Bindung ist natürlich nicht mehr so groß, wie sie mal war. Aktuell bin ich im Tennisfieber, davor war es Padel. Ich kriege meine Freizeit gut über die Runden.
Wie blicken Sie auf die verschiedenen Kapitel Ihrer Karriere zurück?
Ich kam als junger Spieler zum FV Brombach, der gerade in die Bezirksliga aufgestiegen war. Im Laufe der Zeit war ich dann noch für den FV Lörrach-Brombach und den TuS Binzen aktiv. In Binzen war es ähnlich wie in Brombach sehr familiär. Beim FVLB war alles eher auf sportlichen Erfolg ausgelegt. Ich bereue definitiv keinen Schritt. Es war eine lange Zeit, in der man sich immer wieder an die Teams angepasst hat.
Über Karl-Frieder Sütterlin zog es Sie zur Saison 2019/2020 zum TuS Binzen.
Genau. Ich habe beim FV Lörrach-Brombach nach meiner Knie-OP noch ein paar Spiele in der dritten Mannschaft gemacht. Im Kader der „Ersten“ hatte ich bereits aufgehört. Dann kam der Anruf von „Sütti“, ob ich nicht noch in Binzen ein wenig spielen möchte. Dann sind es für den TuS doch noch ein paar Spiele geworden (lacht). Ich habe es mit David Bosek gemeinsam auch Sütti zu Liebe gemacht. Er war der Hauptgrund.
Unter ihm wurden Sie zum Co-Trainer der ersten Mannschaft.
Sütti hat mich gefragt, ob ich es machen möchte. Ich habe dann aber relativ schnell gemerkt, dass ich zu verbissen bin, solang ich noch selber spiele. Es war nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Auch als Sie später die zweite Mannschaft des TuS Binzen in der Kreisliga B mit Guido Perrone übernahmen gab es mehr Komplikationen als zunächst erwartet.
Guido und ich haben uns der Aufgabe angenommen. Ich wollte ja selbst auch mit dem Fußballspielen aufhören. Am Ende sind wir dann nur Fünfter geworden. Vielleicht haben wir uns etwas zu viel erhofft. Dennoch sind das alles super Jungs, mit denen ich viel Freude hatte.
Welcher Spieler galt für Sie in Ihrer Trainerzeit als untrainierbar?
Da muss ich David Bosek sagen (lacht). Er war immer schwierig. Für mich war es mühsam ihn zu trainieren (lacht).
An welchen Moment Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten zurück? An welchen am wenigsten gern?
Negativ bleibt mir das Aufstiegsrelegationsspiel zur Verbandsliga gegen den Lahrer FV (0:4) in Erinnerung. Dort habe ich einen rabenschwarzen Tag erwischt und wir sind mit dem FVLB am Aufstieg gescheitert. Aber so ist der Fußball eben. Mein Highlight war der Landesliga-Aufstieg mit dem FV Brombach. Da sind wir anschließend mit Traktor und Anhänger quer durch Brombach gefahren. Das war klasse.
Und an welchen Mitspieler erinnern Sie sich am liebsten zurück?
Da möchte ich mich auf keinen Spieler festlegen. Ich habe zu jeder Zeit viele tolle Spieler um mich gehabt.