An der Grundschule in Marzell kann keine Ganztagsbetreuung angeboten werden. Foto: Hartenstein

Für eine Ganztagsbetreuung an der Grundschule Marzell müssten drei Teilzeitbeschäftigte eingestellt werden. Das ist für die Gemeinde zu teuer.

Der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule gilt in Baden-Württemberg stufenweise ab der Klassenstufe eins ab dem Schuljahr 2026/2027. Für die Grundschule in Marzell sei ein Ganztagsbetrieb nicht machbar, stellte Bürgermeister Mario Singer in der jüngsten Gemeinderatssitzung fest.

 

Aktuell besuchen 47 Kinder die Grundschule in Marzell, im Schuljahr 2026/2027 sind es voraussichtlich 54. Wie Singer im Gespräch mit unserer Zeitung ausführte, werde die Kernzeitbetreuung an der Grundschule derzeit von maximal sieben Kindern genutzt.

Auch mit Zuschüssen „untragbar“

Wolle man hier eine Ganztagsbetreuung einrichten, müssten drei Teilzeitbeschäftigte eingestellt werden. Dafür gebe es zwar Landeszuschüsse, doch müsse die Gemeinde einen Teil aus eigenen Mitteln finanzieren: „Das ist für uns untragbar.“

Die für Kinder aus Malsburg-Marzell nächstgelegene Ganztagsgrundschule ist im Kanderner Ortsteil Tannenkirch, dort startet der Ganztagsbetrieb im kommenden Schuljahr.