Blick auf den Freiburger Hauptbahnhof Foto: Felix Bender

Spekulationen gab es seit Monaten, jetzt ist der Deal offiziell: Die Freiburger Bahnhofszeile hat einen neuen Eigentümer. Für Reisende dürfte sich nicht viel ändern.

Es ist eine Meldung mit Schlagkraft: Der bisherige Eigentümer, die Hannover Leasing, hat die Freiburger Bahnhofszeile veräußert. Das teilte die Gesellschaft mit Sitz in Pullach bei München am Donnerstagmorgen mit.

 

Käufer der Immobilie, die sich bis dato in einem geschlossenen Fonds befand, ist demnach „ein süddeutsches Family Office“. Konkreter wird der bisherige Besitzer nicht.

Der Kaufpreis, heißt es, beträgt 88 Millionen Euro. Der Übergang auf den neuen Eigentümer sei zum Jahresende 2025 erfolgt.

Mietfläche von fast 33.000 Quadratmetern

Die Bahnhofszeile Freiburg ist ein zentral gelegenes, integriertes Immobilienensemble, das Büro-, Einzelhandel- und Bahninfrastruktur an einem Standort bündelt. Das Objekt umfasst knapp 33.000 Quadratmeter Mietfläche, verteilt auf zwei Bürotürme, eine Ladenzeile sowie bahnbetriebliche Flächen einschließlich der integrierten Bahnhofshalle. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Tiefgarage mit 278 Stellplätzen.

„Nachhaltige Qualität und Attraktivität“

„Die Bahnhofszeile Freiburg ist ein außergewöhnliches Objekt an der Schnittstelle von Immobilien und Infrastruktur. Der erfolgreiche Verkauf bestätigt die nachhaltige Qualität des Standorts und die Attraktivität langfristig vermieteter, funktional integrierter Immobilien für institutionelle und private Investoren“, wird Stefan Ziegler, Geschäftsführer der Hannover Leasing, in der Mitteilung zitiert.

Vermarktung begann im Sommer

Bereits im August vergangenen Jahres hatte die Immobilienzeitung berichtet, dass der Freiburger Hauptbahnhof zu haben ist. Als Mindestpreis wurde damals eine Summe von 83,5 Millionen Euro genannt.

Bahn ist langfristig eingemietet

Interessant, so hieß es, mache der Komplex die gute Auslastung durch verschiedene Dienstleister, vor allem aber auch der langfristige Mietvertrag mit der Deutschen Bahn. Bedeutet: Der Personen- und Güterverkehr dürfte auch unter den neuen Eigentümern wie gewohnt weiterlaufen.

Gutes Geschäft für Anleger

Dem Verkauf ging laut Hannover Leasing „ein strukturierter Marktprozess“ voraus. Das Ergebnis der Transaktion betrage für die Anleger einen Gesamtrückfluss von bis zu 400 Prozent vor Steuern, bezogen auf die nominale Kommanditeinlage.

Die Hannover Leasing wurde im Verkaufsprozess von Colliers als Vermarktungsberater begleitet und rechtlich von Arnecke Sibeth Dabelstein beraten. Auf der Käuferseite unterstützte das Unternehmen CMS in Rechtsfragen.