Die Freiburger Uniklinik erhält viel Geld vom Land. Mit der Förderung soll bis 2030 ein Digitales Innovationszentrum entstehen.
Das Universitätsklinikum Freiburg erhält 25 Millionen Euro für den Aufbau einer diagnostischen und therapeutischen Forschungs- und Entwicklungseinheit im Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ). Die Förderung wurde am 10. Februar vom Kabinett der baden-württembergischen Landesregierung auf Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beschlossen, teilte die Uniklinik mit.
„Das DIGIZ ermöglicht es, klinische Exzellenz, moderne Medizintechnik und datengetriebene Innovationen mit KI systematisch zusammenzuführen. Dadurch schaffen wir einen nachhaltigen Mehrwert für Patienten sowie für den Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg“, sagt Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums.
Mit dem DIGIZ entstehe in Freiburg ein bundesweit einzigartiges Innovations- und Translationszentrum an der Schnittstelle von Medizintechnik, Digitalisierung und klinischer Patientenversorgung, so die Klinik. Innovationen – insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, moderne Bildgebung und datenbasierte Präzisionsmedizin – sollen strukturiert und zügig in die medizinische Praxis überführt werden. Die Förderung ermögliche Investitionen in hochmoderne bildgebende Diagnostik, leistungsfähige IT-Infrastruktur und qualifiziertes Fachpersonal.
Das ist der Plan im neuen Innovationszentrum
„Die intensive, fast einjährige Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium zeigt, wie groß das Vertrauen in das Universitätsklinikum Freiburg und in das Potenzial unseres Ansatzes ist“, so Wenz weiter.
Im DIGIZ werden Wissenschaft, klinische Versorgung und Industrie eng verzahnt. Die neue Forschungsinfrastruktur soll gezielt Start-ups sowie internationale Medizintechnik-Unternehmen anziehen, um gemeinsam innovative Therapien und marktfähige Produkte zu entwickeln.
Das sagt die Ministerin zur Förderung
„Das DIGIZ stärkt Baden-Württemberg als führenden Standort für digitale Gesundheitsinnovationen. Es verbindet exzellente klinische Forschung mit industrieller Entwicklung und beschleunigt so den Transfer von Innovationen in die Versorgung und in den Markt“, sagte Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.
Der Aufbau der geförderten Forschungs- und Entwicklungseinheit beginnt noch in diesem Jahr. Die Inbetriebnahme des DIGIZ ist für 2030 vorgesehen.