Schon seit einiger Zeit ist die Stadt Neubulach dabei, die Turn- und Festhalle zu sanieren. Jetzt sollen weitere Schritte folgen. Das ist an dem Gebäude geplant.
Aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität stellt der Bund Mittel für das Sanieren kommunaler Sportstätten zur Verfügung. Es ist ein weiterer Schuldentopf.
Die Stadt Neubulach will mit Mitteln aus diesem Topf Teile der Turn- und Festhalle neben der Gemeinschaftsschule auf Vordermann bringen. Konkret geht es um den Vorbau der Turn- und Festhalle.
So ist in der Halle momentan ein barrierefreier Sportbetrieb nicht möglich, macht Bauamtsleiter Gerhard Schlecht im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich.
Barrierefreie Duschen und Umkleidekabinen
Sollte Geld aus dem Topf fließen, will die Stadt Neubulach einen barrierefreien Zugang zur Halle schaffen. Die Umkleidekabinen und die Duschen im Erdgeschoss sollen ohne Hindernisse zugänglich sein. Ein WC für Menschen mit Behinderung ist ebenfalls geplant, war von Schlecht zu erfahren.
Die Duschen und Umkleidekabinen im Untergeschoss wiederum sollen komplett saniert werden.
Den Vorbau der Turn- und Festhalle will die Stadt energetisch sanieren. Er soll neue Fenster bekommen, so Schlecht.
Das Flachdach des Vorbaus will die Stadt erneuern lassen. Zudem ist geplant, die Wände energetisch zu sanieren.
Kosten in Höhe von rund einer Million Euro
Neubulachs Bauamtsleiter Schlecht sprach bei dem Vorhaben von Kosten in Höhe von rund einer Million Euro.
Sollten Fördermittel genehmigt werden, beteiligt sich der Bund auf jeden Fall mit bis zu 45 Prozent an den zuwendungsfähigen Kosten. Diese zuwendungsfähigen Kosten sind nicht die genannten etwa eine Million Euro, sondern etwa 970 000 Euro.
Die Pläne sollen schrittweise verwirklicht werden, macht Schlecht gegenüber unserer Redaktion deutlich.
„Heiße Nummer“
Bis 15. Januar muss die Stadt die entsprechende Projektskizze an das Regierungspräsidium Karlsruhe schicken. Angesichts der Weihnachtsfeiertage nannte Schlecht das Ganze eine „heiße Nummer“.
Sollte das Regierungspräsidium die Projektskizze genehmigen, gehen die Planungen ins Detail.
Würde der Vorbau auf Vordermann gebracht werden, wäre ein weiterer Meilenstein zur Sanierung der Halle geschafft.
Das Gebäude ist schon seit einiger Zeit ein Sorgenkind der Stadt. Es drohte sogar die Schließung.
Brandschutz war ein Sorgenkind
So war zum Beispiel der Brandschutz ein großes Problem. Das Landratsamt monierte bei einer Brandverhütungsschau im Jahre 2023, dass die Fensteröffnungen im Falle eines Feuers nicht groß genug seien. Außerdem bekam die Turn- und Festhalle eine Hackschnitzelheizung. Ein Neuaufbau war damit vom Tisch.
Schritt für Schritt
Die Turn- und Festhalle auf einmal zu erneuern, war angesichts der Haushaltsnöte der Stadt utopisch. So musste die Kommune die Sanierung der Halle Schritt für Schritt in Angriff nehmen. Jetzt gibt es unter Umständen die Gelegenheit, den nächsten Schritt zu unternehmen.
Die Sanierung der Turn- und Festhalle ist auch Thema in der nächsten Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 21. Januar, ab 18 Uhr im Bürgersaal.