Jochen Bornemann (links) und Fritz Tremmel waren bei der Europameisterschaft der Masters für Deutschland dabei. Foto: HC Lahr

Zwei Akteure des HC Lahr waren bei der Masters-EM für die deutsche Nationalmannschaft am Ball. Einer von beiden holte dabei sogar Silber.

Fritz Tremmel und Jochen Bornemann vom HC Lahr haben einen sportlichen Höhepunkt erlebt. Bei der Hockey-Europameisterschaft der Masters in Ludwigsburg sind sie für Deutschland angetreten.

 

Fritz Tremmel (80), jahrelanger Vorsitzender des Hockeyclubs, sagt dazu: „Ich bin schon ein bisschen stolz, dass ich eingeladen wurde, das Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu tragen.“ Der drahtige Senior war zum ersten Mal in diesem illustren Kreis dabei. Das deutsche M80-Team, deren Mitglieder mindestens 80 Jahre alt sein müssen, blieb indes ohne Erfolgserlebnis.

Ein „tolles Erlebnis“ beim ersten Länderspiel

Es gab Niederlagen gegen England (1:3) und die Niederlande (0:3), zudem außerhalb der EM auch eine gegen Australien (1:4) „Für mich war es ein tolles Erlebnis“, sagt Tremmel dennoch. Bis auf eine kleine Auszeit sei er in allen drei Spielen eingesetzt worden, erzählt er. „Und mit meiner Leistung bin ich zufrieden.“ Tremmel spielt und trainiert regelmäßig zu Hause: bei den „Mondaystars“ des HC Lahr.

Bornemann (70) hat schon häufig das Trikot der Nationalmannschaft getragen. Sein Team, die deutsche M 70, trat in Ludwigsburg als amtierender Weltmeister an. Nach einem 1:1 gegen starke Engländer sowie Siegen gegen Wales (2:0), Belgien (3:0) und Schottland (5:1) standen sie im Halbfinale gegen den langjährigen Rivalen aus den Niederlanden, den sie mit 1:0 schlugen.

Im Finale fehlt dann die Kraft

Im Finale gegen England musste das deutsche Team dem anstrengenden Halbfinale Tribut zollen und unterlag mit 1:4. Bornemann sagt: „Dennoch ist Platz zwei als großer Erfolg zu bewerten.“ Er begrüße die Chance, Teil der deutschen M70 zu sein: „In unserem Alter gibt es, insbesondere abseits der Ballungszentren, kaum noch Möglichkeiten, altersgruppengerecht zu spielen.“ Wer spielen möchte, müsse aber bereit sein, zu reisen.

Das nächste große Event – die WM – findet im August 2026 im holländischen Breda statt. Bornemann ist bereit. Für ihn ist klar: „Das Seniorenhockey ist auch als Motivation für nachrückende Jahrgänge gedacht. Hockey kann jeder – wie gezeigt – bis ins hohe Alter spielen.“