Die drei Kandidaten zusammen mit den stellvertretenden Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Bisingen: Gerd Schell (von links), Martin Stadelmaier, Andreas Hönke, Jakob Maximilian Schill, Armin Bachmeyer und Christoph Naser Foto: Jörg Wahl

Was sie zur Kandidatur motiviert und wie sie zur Dienstpflicht stehen, berichteten drei CDU-Mitglieder in Steinhofen, die sich für einen Sitz im Bundestag zur Wahl stellen.

Unterschiedlicher könnten die neuen Kandidaten kaum sein: Nachdem die langjährige Bundestagsabgeordnete der CDU im Wahlkreis Tübingen-Hechingen, Annette Widmann-Mauz, ihren Rückzug angekündigt hat, müssen nun zunächst die CDU-Mitglieder intern entscheiden, wer für diese Partei bei der nächsten Bundestagswahl antreten soll.

 

Entscheidung fällt am 15. November

Diese Entscheidung fällt am Freitag, 15. November, in Ofterdingen. Die Kandidaten für diese Wahl: Neben dem Kreisvorsitzenden der CDU Tübingen, Christoph Naser, und dessen Stellvertreter, Martin Stadelmeier, hat auch der 19-jährige Schüler und Vorstand des Jugendgemeinderats Mössingen, Jakob Maximilian Schill, sein Interesse bekundet, im Herbst 2025 für die CDU in den Bundestagswahlkampf zu ziehen.

Kandidaten stellen sich im TSV-Stüble in Steinhofen vor

Die Abstimmung, bei der alle im Wahlkreis wahlberechtigten CDU-Mitglieder stimmberechtigt sind, wird mit großer Spannung erwartet. Deshalb luden die Senioren-Union des Zollernalbkreises und die CDU-Ortsverein Bisingen zu einer Kandidatenbefragung ein. Darüber berichten die Christdemokraten in einer Pressemitteilung.

Das TSV-Stüble in Steinhofen war gut gefüllt, als Armin Bachmeyer, Kreisvorsitzender der Senioren-Union und stellvertretender Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes die Zuhörer begrüßte. Zunächst durfte sich jeder Kandidat fünf Minuten lang vorstellen, seinen persönlichen Hintergrund und seine Motivation für die Kandidatur darstellen. Schon hier zeigte sich die Vielfalt im Kandidatenfeld: ein evangelischer Theologe, Seelsorger und Religionslehrer, ein Jurist und Master of Business Administration, der als Leiter der Rechtsabteilung beim Flughafen Stuttgart beschäftigt ist, und schließlich ein Abiturient. Die Mitglieder zeigten sich ob der Auswahl zunächst einmal sehr zufrieden.

Dienstpflicht wurde mit jungen Mitgliedern diskutiert

Moderator Bachmeyer testete aber auch die Schlagfertigkeit der Kandidaten. Dass sie in einem Spiel angefangene Sätze ergänzen mussten, war ihnen bekannt. Beim zu vollendenden Satz „Markus Söder ist für mich…“ zeigte sich durchaus eine gewisse Sympathie für den bayrischen Ministerpräsidenten. Waren sie hierauf noch vorbereitet, führte die Vollendung des Satzes „Heidi Klum ist für mich…“ doch zu einigen Lachern. Politik darf auch humorvoll sein, erläuterte Bachmeyer. Darüber hinaus wurde auch ernsthaft diskutiert und die Besucher hatten ausreichend Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen.

Zum Thema Dienstpflicht zeigte sich Maximilian Schill durchaus aufgeschlossen, forderte aber, dass derartige Themen in der CDU stärker unter Beteiligung der jüngeren Parteimitglieder diskutiert werden sollten.

Angesichts des nur schleppend vorangehenden Ausbaus der B27 forderte Stadelmeier, die wichtige Bürgerbeteiligung auf den regionalen Raum zu begrenzen.

Einigkeit gibt es beim Thema Bürokratieabbau

Beim Thema Rente forderte Naser vehement, dass sich Arbeit wieder lohnen müsse. Einig war man sich, dass die Bürokratie endlich konsequent abgebaut werden müsse. Christoph Naser brachte hier einen CDU-Beschluss ins Spiel, dass alle Ministerien zu Vorschlägen zum Bürokratieabbau verpflichtet werden sollten.