Die Energie Althengstett GmbH hat für die Jahre 2026 bis 2028 angeboten, den Strom für 9,851 Cent je Kilowattstunde netto an die Gemeinde zu liefern. Der Rat stimmte dafür.
Für die Jahre 2026 bis 2028 wird die Gemeinde für ihre eigenen Liegenschaften den Strom von der Energie Althengstett GmbH beziehen. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig.
Derzeit wird die Gemeinde von der naturenergie hochrein AG versorgt, die Gewinnerin der 21. Bündelausschreibung war. Der Vertrag läuft aus. Aktuell bezahlt die Gemeinde zwischen 16 und 17 Cent pro Kilowattstunde netto, dazu kommen noch die gesetzlichen Zuschläge und Steuern sowie verschiedene Pauschalen je Anschluss.
Hohes Einsparpotenzial
Die Energie Althengstett GmbH hat für die Jahre 2026 bis 2028 angeboten, den Strom für 9,851 Cent je Kilowattstunde netto zu liefern. „Hier werden keine Pauschalen je Anschluss anfallen“, sagte Simon Rittig bei der Vorstellung des Angebots.
Rechnerisch ergebe sich für die Gemeinde ein Einsparpotenzial von etwa 125 000 Euro brutto. Allerdings werden die Abgaben wie Steuern und Netzentgelte auch wieder steigen, so Rittig, deshalb rechne er mit einer geringeren Ersparnis von etwas mehr als 92 000 Euro brutto oder rund 72 000 Euro netto. „Die Kilowattstunden-Preise können sich noch ändern, entscheidend ist der Tag der Bestellung“, sagte Rittig.
„Das ist aus doppelter Hinsicht zu begrüßen, aus Kostengründen und weil wir von der eigenen Gesellschaft beziehen“, sagte Thomas Schnmidt (FW), „im Vergleich mit der Bündelausschreibung sparen wir eine Menge.“
100 Prozent erneuerbar
Die Energie Althengstett GmbH gehört zu 51 Prozent der Gemeinde, zu 49 Prozent der Energie Calw GmbH (EnCW). Das Ziel ist, 100 Prozent erneuerbare Energien anzubieten. Simon Rittig ist einer der beiden Gesellschafter der Energie Althengstett.
Müsste nicht auch ausgeschrieben werden, um rechtskonform zu vergeben, fragte Philipp Jourdan (Grüne). Das verneinte Rittig, „weil wir an die eigene Gesellschaft vergeben“. Sinn einer Ausschreibung sei doch, den günstigsten Anbieter zu finden, so Jourdan weiter. Man hätte vergleichen können, gab Rittig zu.
Übergangsweise Versorgung durch EnCW
„Bei der Bündelausschreibung war auch möglich, aus verschiedenen Stromerzeugern auszuwählen, zum Beispiel Neuanlagen“, hatte Jourdan noch eine Nachfrage. „Ich hoffe, dass wir bei der GmbH auch auf 20 Prozent Neuanlagen kommen“, so Rittig abschließend.
Mit seinem einstimmigen Beschluss zum künftigen Strombezug von der Energie Althengstett ist der Gemeinderat auch einverstanden mit der übergangsweisen Versorgung durch die Muttergesellschaft EnCW, heißt es im Beschlussvorschlag in der Sitzungsvorlage.