Der Friesenheimer Gemeinderat ist sich einig: Die maroden Brücken am Baggersee in Schuttern werden erneuert. Foto: Bohnert-Seidel

Die Querungen über den Baggersee in Schuttern sind marode. Nun wird in zwei Neubauten investiert.

Die beiden Fußgängerbrücken zwischen dem großen und kleinen See auf dem Campingplatz Schuttern sind in einem sehr schlechten Zustand. Die Lösung dafür sollen zwei komplett neue Brücken aus Aluminuium sein. Umgesetzt werden soll die Erneuerung des Übergangs, der den kleinen und der großen See verbindet, bis Ostern.

 

Der Gemeinderat Friesenheim hat in seiner öffentlichen Sitzung den Auftrag für die beiden Brücken ohne großes Wenn und Aber mit der Auftragssumme von knapp 88 000 Euro vergeben.

Ein großes Überlegen hat es für die Notwendigkeit der Brücken nicht gegeben. „Die beiden Fußgängerbrücken zwischen dem großen und kleinen See sind in einem sehr schlechten Zustand,“ hieß es in der Gemeinderatssitzung. Die beiden Hauptträger aus Eisen sind nicht korrosionsgeschützt und die beiden Holzüberbauten der beiden Brücken sind marode und mussten in der Vergangenheit regelmäßig ausgebessert werden.

Die kleine Brücke misst 7,30 Metern, die größere ist zwölf Meter lang

So schlug die Bauverwaltung nun vor, nicht weiter in Ausbesserungen, sondern gleich in zwei Neubauten zu investieren. Im Zuge der Haushaltsberatungen für den Haushalt 2026 wurden daher vom Gemeinderat 100 000 Euro für die Umsetzung der Maßnahme bewilligt.

Jetzt werden Aluminiumbrücken geliefert, deren Langlebigkeit garantiert ist. Die kleinere Brücke hat eine Länge von 7,30 Metern und die größere ist zwölf Meter lang.

Bereits in der vergangenen Haushaltsberatung im Jahr 2025 wurde auf den maroden Zustand der beiden Fußgängerbrücken hingewiesen und der Friesenheimer Gemeinderat über deren Neubeschaffung aus Aluminium informiert. Die Finanzierung basiert auf Haushaltsmittel, die über den Eigenbetrieb „Naherholungsgebiet Baggersee Schuttern“ in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen.

Der Baggersee in Schuttern hat eine Fläche von zwölf Hektar. 420 Dauerstellplätze und 115 Kurzzeitcampingplätze stehen zur Verfügung. An besonders heißen Sommertagen kommen mehr als 3000 Badegäste an den See. Im Jahr 2020 wurde das Mehrzweckgebäude am See eingeweiht. Die Kosten lagen bei knapp einer Million Euro. Im Jahr 2023 wurde das Seehaus am Baggersee nach nahezu acht Monaten Bauzeit erweitert und saniert. Die Kosten lagen bei 710 000 Euro.

Entstehung des Sees

Als in den 1960er-Jahren verstärkt Kies aus Friesenheim zum Bau der Autobahn 5 gebraucht wurde, ist in der Folge der Baggersee in Schuttern entstanden. Schnell haben ihn zuerst die Schutterner für sich als Naherholungsgebiet zum Baden erobert und bald auch die Menschen aus der Region.