Der Mehrgenerationenplatz hat grünes Licht erhalten. Südlich befindet sich neben dem Kunstrasenplatz der Spielplatz im Kirchenried. Foto: Bohnert-Seidel

Der Friesenheimer Gemeinderat war sich zwar nicht einig, hat dem Vorhaben vor der Auberghalle aber dennoch grünes Licht erteilt.

Der Gemeinderat hat die Verwaltung mit den weiteren Planungsschritten beauftragt. Noch in diesem Jahr soll die Planung umgesetzt werden. 230 000 Euro sind für den Mehrgenerationenplatz vor der Auberghalle in Oberschopfheim vorgesehen. Zugesagt sind 77 000 Euro Fördermittel über die Entwicklung Ländlicher Raum (ELR).

 

Entstanden sei die Entwicklung und Planung des Mehrgenerationenplatzes aus dem Gemeindeentwicklungskonzept. Mit den ELR-Mitteln sollte auch das Ortsbild einer Gemeinde und die damit verbundene Aufenthaltsqualität verbessert und gefördert werden, führte Bürgermeister Erik Weide aus. Der ausgesuchte Platz habe sich bezahlt gemacht und die vorgelegte Planung überzeugt.

Ortsvorsteher Michael Jäckle betonte: „Der Ortschaftsrat hat eingehend über die Entwicklung des Platzes beraten und die Veränderungen wurden auch entsprechend übernommen.“ Vom Ortschaftsrat wurde die Planung einstimmig verabschiedet. Die Beleuchtung wird noch ergänzt. Auf jeden Fall dürfte mit der Platzgestaltung eine Einrichtung für Jung und Alt geschaffen werden, in direkter Nachbarschaft zum bereits vorhandenen Basketballplatz, Beachvolleyballplatz sowie zum Fußballfeld. Über eine Tischtennisplatte dürfte das sportliche Angebot für die Bevölkerung gewinnbringend ergänzt werden.

Die Fraktion der Grünen Liste Umwelt hat sich komplett bei der Abstimmung enthalten. Kopfzerbrechen bereiten Michael Walter (GLU) die geplanten Ausgaben, die nach Abzug der Fördermittel noch immer 153 000 Euro für die Gemeinde betragen. Walter erklärte: „Ich muss schon sagen, die Gemeinde muss sparen. Fraglich war die Position der Aufstockung für einen Schulsozialarbeiter und jetzt wird in der Nachbarschaft eines vorhandenen Spielplatzes noch ein weiterer Platz eingerichtet. Jetzt wäre der Punkt, zu sparen.“ Viel lieber sehe er das Geld in der Schulsozialarbeit, die dringend notwendig sei. „Das Vorhaben hier kann man schlecht mit dem Sozialarbeiter verbinden. Die Kritik nehmen wir zur Kenntnis“, erklärte Bürgermeister Weide.

Sorgen über mögliche Lärmbelästigung

Skeptisch gegenüber dem Platz äußerte sich auch Simone Buttenmüller (GLU): „Der Platz mag toll in der Planung aussehen. Aber bis die Bäume darauf Schatten werfen und sich der Platz nutzen lässt, wird einige Zeit ins Land ziehen.“ Zeitlich müsste sich die Nutzung des Platzes an die Öffnungszeiten der Spielplätze anpassen. Ortsvorsteher Jäckle bestätigte die Anpassung. Eine fehlende aktive Bürgerbeteiligung mahnte Stefan Armbruster an. Außerdem gebe es in 50 Metern Luftlinie bereits einen Mehrgenerationenplatz mit dem Spielplatz im Kirchenried, der sich klimatisch mit bereits vorhandenen Bäumen besser eignen würde. Der Festplatz stehe unter ständiger Sonneneinstrahlung, so Armbruster. „Es wird dauern bis man es dort aushält.“

Eine Bürgerbeteiligung zur Platzgestaltung war nicht geplant, erklärte Bürgermeister Weide. Bereits bei der Gestaltung des Platzes am Loheck in Oberweier war die Beteiligung sehr mäßig, weshalb die Planung in die Aufgabe des Ortschaftsrats gegeben wurde. Sorgen bereitet Charlotte Schubnell (CDU) die mögliche Lärmbelästigung, die von einem solchen Platz in direkter Nachbarschaft zur Wohnbebauung ausgehe. Die Anwohner beklagten sich heute schon über den Lärm. Das Baugebiet befinde sich in einem Mischgebiet, so Weide. Anwohner waren mit den Grundstückspreisen weit weg von den Kosten eines normalen Wohngebiets und wussten worauf sie sich einließen.

Ausstattung

Geplant sind: ein Ruhebereich mit Sitzbänken, eine Bank-Tischgruppe, eine Brunnenanlage zur gesteuerten Wasserentnahme, eine Tischtennisplatte, eine Calisthenicsanlage und Fitnessgeräte sowie weitere Sitzbänke am Wegrand. Ergänzt wird der Streetballkorb mit Sitzsteinblöcken und einer umfangreichen Begrünung mit Bäumen und Hecken.