Das Königsklassen-Aus des FC Bayern hat Auswirkungen auf die Bundesliga. Im Kampf um den fünften Champions-League-Platz ist der SC Freiburg das Zünglein an der Waage.
Die Aussagen von Matthias Ginter dürften auch bei den Konkurrenten in der Bundesliga auf offene Ohren stoßen. „Einfach ins Machen kommen. Ich wünsche es mir einfach, vor allem für die Leute, dass sie das Gefühl mal bekommen, einen Titel zu gewinnen“, sagte der Abwehrchef des SC Freiburg vor dem entscheidenden Halbfinal-Rückspiel in der Europa League.
Denn das Abschneiden der Breisgauer am Donnerstagabend (21 Uhr/RTL) gegen Sporting Braga hat nicht nur Auswirkungen auf all diejenigen, die es ohnehin mit dem Sport-Club halten. Auch das Bundesliga-Trio Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim dürfte interessiert verfolgen, was der SC Freiburg am Abend macht.
Denn durch das Champions-League-Aus des FC Bayern München gegen Paris St. Germain ist klar: Damit die Bundesliga in der kommenden Saison fünf Startplätze in der Königsklasse bekommt, braucht es den SC Freiburg.
Der SC Freiburg ist das letzte verbliebene Team aus der Liga
Als letztes verbliebenes deutsches Team im internationalen Wettbewerb sind die Freiburger dafür verantwortlich, den Rückstand auf Spanien im UEFA‑Jahresranking aufzuholen. Weil derzeit Spanien mit 0,424 Punkten vor Deutschland auf Platz zwei liegt, ist bereits klar: Nur wenn der Sport-Club ins Endspiel der Europa League einzieht, bleibt die Chance auf den fünften Champions-League-Platz intakt.
Auch Spanien hat noch ein Eisen im Feuer
Zudem haben die Spanier mit Rayo Vallecano in der Conference League ebenfalls noch ein letztes Eisen im Feuer. Im Hinspiel gewannen die Iberer mit 1:0 gegen Racing Straßburg. Auch das Rückspiel in diesem Duell, das zeitgleich zum Freiburger Spiel angepfiffen wird, hat einen Einfluss auf die Bundesliga.
SC Freiburg kann auch in die Champions League kommen
Theoretisch könnte es in der neuen Saison sogar sechs deutsche Vereine in der Champions League geben: Wenn der SC Freiburg die Europa League gewinnt, darf er automatisch in der Königsklasse starten. Ginters Wunsch wäre damit erfüllt – und die Breisgauer hätten damit alles dafür getan, dass auch der Tabellenfünfte in die Champions League kommt.