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Fünfte Jahreszeit in Königsfeld Zünfte hoffen auf Corona-freie Fastnacht 2022

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Dieses Bild wird bei den Schoaf-Hexen aus Weiler in diesem Jahr schmerzlich vermisst. Foto: Hoffmann

Die Königsfelder Narrenvereine müssen dieses Mal auf das gewohnte Brauchtum verzichten. Wie sie auf das erste Corona-Jahr zurückblicken und an welchen Konzepten sie derzeit arbeiten, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Königsfeld - Wir geben einen Überblick für fünf Vereine in Königsfeld und den Ortsteilen. 

Glasbachhexen

Bei den Glasbachhexen in Buchenberg herrscht absolutes Verständnis für die derzeitige Situation. Schon Mitte Oktober habe man sich darauf eingestellt, dass es mit größter Wahrscheinlichkeit keine öffentlichen Veranstaltungen geben wird, so Stefan Rapp vom Vorstandsteam. Auch in den eigenen Reihen des Vereins gebe es volle Zustimmung. Die Gesundheit der Mitglieder und der Gäste bei Veranstaltungen habe höchste Priorität.

Mit Wehmut denken die Verantwortlichen auch an die Besuche im Kindergarten am Schmotzige Dunschtig. Die Kinderaugen leuchteten, wenn die Narren einliefen, so Stefan Rapp. Traurig sind die Glasbachhexen auch, weil sie Bälle und Umzüge befreundeter Zünfte nicht besuchen können. Dadurch leide das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kameradschaft. Da die momentane Situation es nicht zulässt, gibt es keine Planung für weitere Termine und Zusammenkünfte. Die Glasbachhexen warten ab und hoffen, dass alle gesund bleiben. Dann, so Stefan Rapp, soll das ein oder andere nachgeholt werden. Auch soll es 2022 wieder einen Ball geben.

Bettelwieber

Für die Bettelwieber in Burgberg ist diese Zeit sehr schwer. Wirkliche Planungen gebe es derzeit nicht. Eine endgültige Entscheidung soll zeitnah fallen, so der Vorsitzende Roland Weisser. Die Zeichen stehen hier eher auf "keine Aktivitäten". Mit einem Weihnachtsgruß erfreuten sie Mitglieder und Einwohner. Dieser bestand aus einem Bild der Bettelwieber und einem Weihnachtstee. Für die Bettelwieber war es ein verrücktes Jahr, welches laut und ausgelassen und mit voller Freude begann. Dann aber durch Corona ausgebremst wurde. Für 2021 bleiben alle Treffen und Veranstaltungen versagt.

Es gibt keine Besuche bei befreundeten Zünften, und auch der eigene Zunftball muss ausfallen. Die Schulbefreiung und das Stellen des Narrenbaumes sind ebenfalls gestrichen. Auch vereinsinternen Termine waren betroffen, ebenso die Teilnahme beim NaturParkMarkt und Weihnachtsmarkt im Kernort. Man schaue nach vorne, bleibe tapfer und freue sich auf eine Corona-freie fünfte Jahreszeit, egal wann und wie, so Roland Weisser.

Narrenzunft Neuhausen

Bei den Geisterrecken und Wolfsnarros der Narrenzunft Neuhausen sind die Vereinsaktivitäten fast auf null heruntergefahren. "Die momentane Situation lässt aus unserer Sicht keine größeren Planungen für die Fastnacht 2021 zu", so Narrenvater Manuel Link. Sitzungen und Versammlungen lassen sich derzeit nicht durchführen. So wurde die Hauptversammlung schon zweimal verschoben. Manuel Link denkt auch an andere Vereine mit den vielen ehrenamtlichen Helfern in dieser schweren Zeit.

Teilweise haben diese hohe laufende Kosten und aktuell keine Einnahmemöglichkeiten. "Dies ist zum Glück bei uns nicht der Fall", so Manuel Link. Geplant war nächstes Jahr das Vereinsjubiläum für 40 Jahre. Die Planungen hierzu liefen schon seit einem Jahr. Bis zuletzt bestand die Hoffnung, das Jubiläum zumindest in kleinem Kreis feiern zu können. Spätestens seit die Corona-Zahlen stiegen, habe man auch diese Ideen auf Eis gelegt. Die Zunft hofft, ihr Jubiläum nachholen zu können.

Mit der Absage des Zunftballes war auch eines der größten Highlights in der Neuhauser Fastnacht passé. Falls doch noch etwas im kleinen Kreis unternommen werden kann, solle dies spontan erfolgen. Ideen seien vorhanden. "Wichtig ist aus meiner Sicht an erster Stelle die Gesundheit jedes Einzelnen und dass wir im Jahr 2022 ausgeruht und voll mit neuer Kreativität in die fünfte Jahreszeit starten. Denkt dran s’goht dagege", so ein hoffnungsvoller Manuel Link.

Rotwald Deifel

Wie für alle, sei es auch für die Rotwald Deifel in Königsfeld eine  schwierige und unsichere Zeit, da eine Planung derzeit nur schwer zu realisieren sei, so die stellvertretende Vorsitzende Sandra Gruber.

Ein Vereinsleben findet im Moment gar nicht statt. Die Zunft wäre aktuell mitten in den Vorbereitungen für die Saison 2021. Hier wäre auch wieder der große Umzug geplant gewesen. Dieser wird nun wie die Schulbefreiung, der Rathaussturm und das Fastnachtverbrennen nicht stattfinden. Die Hauptversammlung haben die Rotwald Deifel schon zweimal abgesagt, weil sich die Corona-Regeln geändert hatten. Alle weiteren Vereinsaktivitäten konnten auch nicht durchgeführt werden. Es fehle das Miteinander im Verein.

Natürlich seien auch die finanziellen Aspekte nicht zu unterschätzen. "Es fehlen wichtige Einnahmequellen, die sich aus unserem Umzug, dem Zunftball, einem Sommerfest und der Teilnahme am Weihnachtsmarkt ergeben", so Sandra Gruber. Glücklicherweise habe man sich ein Polster angelegt. Momentan seien keine weiteren Aktivitäten in der Planung. Sollte es die aktuelle Situation doch zulassen, werde es für die Mitglieder einen Bilder-Videonachmittag geben. Man hoffe auf 2022.

Schoaf-Hexen

Die Schoaf-Hexen in Weiler durften im Oktober im Rahmen der allgemeinen CoronaRegeln noch ihre Hauptversammlung durchführen. Um den Verein am Leben zu erhalten, suchen die Verantwortlichen nach Lösungen. Die Möglichkeit, mit Videokonferenzen zumindest Sitzungen abzuhalten, werde derzeit geprüft. Die Situation sei nicht zu unterschätzen, denn seit März stehen die Vereine mehr oder weniger still.

Die Schoaf-Hexen arbeiten an Konzepten, um die Mitglieder "warm" zu halten, so der Vorsitzende Uwe Gönner. Es solle ein Plan erarbeitet werden, um die Mitglieder abzuholen. Aktionen zu starten, um wieder zusammenzukommen, das sei ein Ziel, so Uwe Gönner. Denn für viele Vereine könne diese Pandemie das Aus bedeuten. Bei den Mitgliedern gebe es unterschiedliche Sichtweisen, aber die Mitglieder verstehen sämtliche Entscheidungen, die bisher getroffen wurden.

"Wir verzeichnen, Stand heute, keinen einzigen Austritt, der auf die Situation zurückzuführen ist", sagt Uwe Gönner. Aber ja, natürlich trauere jedes Mitglied um den Ausfall der Fasnet 2021, speziell weil man das Jubiläum für elf Jahre gefeiert hätte. 35 Zünfte aus Nah und Fern wären zu Besuch gewesen. Alle hätten schon für den 8. Januar 2022 zugesagt. Dort werde dann das Jubiläum elf plus eins gefeiert, so Gönner.

Sollte es dennoch eine Möglichkeit geben, etwas zu unternehmen, wolle der Verein seinen Mitgliedern und der Bevölkerung zeigen, dass die Fasnet lebt. Angedacht sei hier "Hausabstauben". Insofern hofft wohl nicht nur der Vorsitzende, dass die Regierung alles daransetzt, um das Virus mit den geeigneten Maßnahmen zu besiegen. Die Schoaf-Hexen hoffen auf die Fasnet 2022.

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