Der „Rufe-Clan“ duschte zunächst die Gäste, ehe es um Kandidaten für die Bürgermeister-Wahl ging. Foto: Vollmer

Bei der Brauchtumspflege waren über Stunden hinweg wieder insgesamt vier Lokalitäten beteiligt. Die fünf beteiligten Gruppen nahmen das Dorfgeschehen aufs Korn, zwei Schnurranten wurden für jeweils elf Jahre Beteiligung ausgezeichnet.

Fünf Schnurrgruppen zogen durch das Gasthaus „Zum Wilden Mann“, das DJK-Clubhaus, das „Hasenhaus“ und das „Räucherstüble“, um allerlei Amüsantes aus dem Dorfgeschehen zu berichten. Für ihre Darbietungen wurden sie mit großem Applaus gefeiert.

 

Im „Wilden Mann“ läuteten die „Kähner-Könige“ den Abend gebührend ein. Als letzte Überlebende des großen Narrentreffens schauten sie sich den Ort einmal etwas genauer an und stellten überrascht fest, dass einige öffentliche Ämter tatsächlich von gebürtigen Schwaben bekleidet sind. Des Weiteren erzählten sie von einem Bürger, der beim PayPal-Zahlungsverkehr Geld anforderte, statt es zu senden. Unter den drei Schnurranten befanden sich in diesem Jahr zwei närrische

Jubilare. Dominik Himmelsbach und Philipp Matt schnurren seit elf Jahren, was von Ehren-Narrenvater Gerhard Steiner jeweils mit einem Orden honoriert wurde.Es folgten die „Bachdatscher“, die sich als „Schneeflittchen und die drei Zwerge“ präsentierten. Auch die hässliche Stiefmutter durfte dabei nicht fehlen. „Hey Zwerge, hey Zwerge, ho ho ho“ wurde zum unverwechselbaren Motto dieses Beitrags, bei dem es unter anderem um verfärbte Socken, Probleme mit der Sprachassistentin Siri und die Suche nach einem Gymnastikball-Uffblos-Fachgeschäft ging.

Verfärbte Socken und Probleme mit „Siri“

Als Abschluss wurden zwei Gäste aus dem Publikum zu einem sehr originellen Sprechkanon-Tanz gebeten, was hohe Belustigung bei den Anwesenden hervorrief. Die dritte Gruppe war eine Überraschung, die neuen Schnurranten „Einer und Einer“ traten verkleidet als Siebenschläfer namens Jupp und Jepp auf, die von ihrer verwirrenden Aussiedlung und von einem Plakat mit der Aufschrift „Lernen Sie schießen und treffen Sie neue Freunde“ in heiterer Manier erzählten. Einen weiteren Höhepunkt des Abends präsentierte der kreative „Rufe-Clan“, musikalisch begleitet von den „Heckebibbele“.

Die Zuschauer erhielten von den als Agenten verkleideten Schnurranten zunächst eine feuchte Dusche aus Mini-Spritzpistolen. Danach wurden geeignete Kandidaten für die nächste Bürgermeister-Wahl gesucht.

Zu guter Letzt brachten die „Grubeschlombe“ ordentlich Stimmung. Als Piraten verkleidet, einer davon inklusive Holzbein, sangen sie „An der Kinzigküste“, und erzählten von überladenen Hängern, zu günstigen Zugtickets nach Amsterdam, mit Steinacher Erde gefüllten Rasenlöchern, gelben Zucchini und nicht korrekt verschraubten Warmwasser-Boilern. Außerdem gaben sie dem Publikum den Tipp, den Pool lieber nicht mit Kupfersulfat zu reinigen, dies führe zu grünen Hunden und Haaren.

Schlussakkord

Mit „Gott muss aus Welsche sein“ zogen sie mit ihrem Schiff in den Heimathafen ein. Alle Darbietungen trafen an diesem lustigen Abend den Geschmack des Publikums.