Die Suche geht von vorne los: Die Stelle des Leiters für das Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO) in VS ist wieder frei. Warum geht Jörg Hahn schon wieder?
Schlechte Nachrichten für die Stadtverwaltung und für das Dezernat II im Schwenninger Rathaus: Jörg Hahn, der Nachfolger des bisherigen GHO-Leiters Dieter Kleinhans werden sollte und bereits Ende Juli vergangenen Jahres vom Gemeinderat gewählt wurde, hat schon wieder gekündigt.
Eigentlich sollte der Amtswechsel fließend und Anfang des Jahres offiziell erfolgen – eben genau dann, nachdem Dieter Kleinhans vor ein paar Wochen offiziell aus seinem Amt als GHO-Leiter, das er mehr als 17 Jahre bekleidet hatte, verabschiedet wurde.
„Persönliche Entscheidung“
Die Verabschiedung fand zwar statt, doch einen Nachfolger gibt es erst einmal nicht. Wie unsere Redaktion in Erfahrung bringen konnte, zieht es Jörg Hahn aus Villingen-Schwenningen weg. „Es war seine persönliche Entscheidung“, teilt Stadtpressesprecherin Madlen Falke dazu mit. Bis Ende März werde er noch im Schwenninger Rathaus tätig sein.
Hahn war vor seiner Bewerbung auf die Leitungsstelle hin bereits rund anderthalb Jahre beim GHO, das für die Planung, den Bau und die Instandhaltung der städtischen Gebäude verantwortlich ist, als Architekt und Planer beschäftigt. Oberbürgermeister Roth hatte bei der Vorstellung im Sommer Hahns „fachliche Qualifikation und den frischen Blick, den wir für die Weiterentwicklung unserer städtischen Bauprojekte brauchen“, hervorgehoben.
Jetzt muss die Stelle erneut ausgeschrieben werden, zuvor werde aber dafür das Anforderungsprofil überprüft, berichtet Madlen Falke. Das Ziel: „Die Amtsleiterstelle möglichst schnell wieder besetzen.“
Die Überbrückung
In der Zwischenzeit werde Tobias Walderich die kommissarische Leitung des komplexen Amts mit seinen mehr als 200 Mitarbeitern übernehmen – mithilfe der übrigen Projekt- und Abteilungsleiter. Walderich ist schon lange Architekt im GHO, war unter anderem Projektleiter beim Neubau des Schwenninger Krematoriums und leitet derzeit federführend das Großprojekt Oberer Brühl.
Die Pressesprecherin kann zwar beschwichtigen: „Das Amt ist gut aufgestellt, so dass die Überbrückungszeit sicherlich gut bewältigt wird.“ Dennoch weiß man in der Verwaltung um die Schwierigkeit der Nachbesetzung, hatte man sich damals schon frühzeitig nach einem neuen GHO-Chef umgesehen. Der Grund: Die große Verantwortung für ein solch komplexes Amt, gerade im technischen Bereich, zudem die große Konkurrenz durch die freie Wirtschaft.
Schon zwei Bewerberrunden
Bereits zweimal war die Amtsleiterstelle ausgeschrieben, das erste Mal schon im Herbst 2024 – nachdem klar war, wann Dieter Kleinhans in den Ruhestand gehen wird. Die vermeintliche Nachfolge durch Jörg Hahn hatte sich erst in der zweiten Ausschreibungsrunde ergeben, die bis Juni 2025 lief.