Ließ die Böttinger Stürmer reihenweise verzweifeln: FSV-Torwart Marco Schum, der eigentlich in der AH spielt. Foto: Heinz Wittmann

Wie die FSV Schwenningen momentan ihre große personelle Krise bewältigt. Das 1:1 gegen Böttingen war Balsam für die Seele des A-Ligisten.

Nachdem die FSV Schwenningen mit drei krachenden Niederlagen in die Saison gestartet ist – im Bezirkspokal mit 2:5 beim C-Ligisten SV Spaichingen II, in der Kreisliga A mit 0:8 gegen den SV Dotternhausen II und mit 2:6 bei FV Fatih Spor Spaichingen – konnten die Mooskicker am Wochenende daheim in der Liga überraschend ein 1:1-Remis gegen den SV Böttingen verbuchen.

 

Nach den drei klaren Niederlagen hatten Spielertrainer Drilon Fetahi und seine Brüder Dibran und Durim die FSV verlassen. „Wir haben uns für das Spiel gegen Böttingen dann selbst organisiert. Von unseren Alten Herren haben vier Mann ausgeholfen“, erklärt AH-Trainer Michel Jähniche.

Starkes AH-Quartett

Im Tor bot der 47-jährige Marco Schum eine überragende Vorstellung und hielt den einen Zähler für die Grünhemden fest. Auch Sebastian Bischler und Dimtrios Andrikou liefen aus dem AH-Team bei den Aktiven auf.

Den Vogel schoss aber der 55-jährige Jähniche ab, der ebenfalls noch einmal in einem Kreisliga-A-Spiel antrat: „Klar bin ich nicht mehr so schnell wie die Jungen, aber ich denke, dass ich der Mannschaft immer noch helfen konnte.“

Goalie Schum wird auch am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel der FSV bei der Spfr. Bitz auflaufen, denn Stammkeeper Yannick Maier fällt nach einer Handoperation noch längere Zeit aus. Christophe Tengang Tchouape, ein weiterer Torwart, sah in Spaichingen die Rote Karte und ist noch gesperrt.

Massimo Guaglianone ist im Anflug

„Die Mannschaft ist durchaus talentiert, aber halt sehr jung. Wenn wir von den Alten Herren da helfen können, tun wir das gerne. Inwieweit das dann künftig nötig sein wird, wird man sehen. Man muss auch schauen, wie die Pläne des neuen Trainers sind“, so Michel Jähniche.

Massimo Guaglianone soll als neuer Coach an diesem Mittwoch erstmals das Training bei der FSV leiten. Guaglianone hat unter anderem schon den SV Überauchen und den FC Wolterdingen betreut. Möglicherweise kann der Italiener auch noch neue Spieler mitbringen, denn der FSV-Kader ist momentan extrem dünn.