Die Lage ist frustrierend: Trotz geplanter Technik bleibt das Tal vorerst ein Funkloch – und Beschwerden sollen sogar hinderlich sein.
Wie geht es eigentlich im Steinachtal mit dem Funkmast weiter? Eine Frage, die nicht nur während der öffentlichen Ortschaftsratssitzungen immer wieder zur Sprache kommt, sondern auch in der Bevölkerung heiß diskutiert wird.
Aktuell kann sich ein Telefonat in etwa so anhören: „Hallo, hallo – wer spricht?“ – und dann ist Sendepause – plötzlich kommt wieder eine Stimme aus dem Hörer: „Hallo ich hör’ dich, du mich aber anscheinend nicht.“ Vernünftige, zusammenhängende Sätze sind nur sehr schwer und eher durch Zufall möglich und von einer normalen Kommunikation ist man weit entfernt. Zudem muss man drei- oder viermal neu wählen, weil die Verbindung immer wieder zusammenbricht. Eine frustrierende Situation für die Bürger im Steinachtal.
Anträge der Anbieter liegen vor
Talheims Ortsvorsteher Anton Ade weiß, dass Anträge von den Mobilfunkanbietern O2 und Vodafone vorliegen, die mit ihren Modulen auf den neuen Sendemast wollen. „Bis aber alle Genehmigungen da sind und alle technischen Voraussetzungen erfüllt sind, dauert das noch mindestens ein halbes Jahr“, dämpfte er im Juni dieses Jahres alle diesbezüglichen Erwartungen. Ades Mitarbeiterin auf der Ortsverwaltung, Alexandra Müller, versucht zwar ständig, bei den betreffenden Anbietern auf die Dringlichkeit einer guten Netzabdeckung im Tal aufmerksam zu machen, doch bisher ohne Erfolg.
Und wie ist der aktuelle Stand? Ade sagt zum momentanen Stand, dass die Anbieter ein Schreiben an die Stadtverwaltung geschickt hätten, in dem sinngemäß stehe, dass man an der Sache dran sei, jedoch keine Ergebnisse vor dem Frühjahr 2026 zu erwarten seien. „Diesbezügliche Beschwerden würden gar nichts nutzen, sondern im Gegenteil nur die Sachbearbeitung behindern, deshalb sollte man davon absehen und einfach abwarten, bis was passiert, teilten die Anbieter in diesem Schreiben mit“, informiert Ade.
Engagement der Ortsverwaltung
Er machte aber auch deutlich, dass die derzeitige „Funkstille“ noch viel drastischer hätte ausfallen können. „Wenn wir, also die Ortsverwaltung und der Ortschaftsrat, nicht so hinter der Sache her gewesen wären, dann hätten wir vermutlich die nächsten vier Jahre kein Netz“, stellte er fest und hatte für alle, die derzeit (noch) keine gute Verbindung haben, folgenden, nicht ganz ernst gemeinten und aus der Situation heraus geborenen Tipp parat: „Genießt einfach die Ruhe.“