Hanna Rackl (links) und Lina Schefold haben mit ihrer Idee ins Schwarze getroffen. Foto: Rackl

Mit der inoffiziellen Auszeichnung als Jungunternehmerinnen des Jahres 2020/2021 wurde die clevere Geschäftsidee von zwei motivierten jungen Mädchen aus Altoberndorf belohnt.

Oberndorf-Altoberndorf/Epfendorf - Um sich den einen oder anderen kleinen Traum vom knappen Taschengeld erfüllen zu können, hatten Hanna Rackl und Lina Schefold beschlossen, den Sonntags-Brötchen-Service in Altoberndorf ins Leben zu rufen.

Bedingt durch die Corona-Zeit, Home-Schooling, fehlende soziale Kontakte und sämtliche Einstellung von Vereinsaktivitäten standen die beiden vor der Herausforderung sich zu überlegen, wie sie denn weiterhin sportlich fit bleiben könnten, ist für die Handballerinnen und Leichtathletinnen Fitness doch enorm wichtig.

So wurde die Idee zum mobilen Frühstücksbrötchen-Service geschaffen und auch gleich mit einem sehr guten Vermarktungskonzept gestartet: Der Brötchenservice begann zuerst lokal in Altoberndorf. Schnell war eine auffällige Box für Bestellungen an der Irslenbach-Brücke in Altoberndorf platziert, Bestellformulare vorbereitet und im näheren Umkreis verteilt.

Es fanden sich sogar begeisterte potenzielle Kunden, die ihre Zahlung in der Box platzierten, jedoch vergessen hatten, die Bestellformulare auszufüllen. Auch diese Kunden wurden unkonventionell beliefert.

Frühstücksbrötchen-Service begeistert

Die Aktion von Hanna und Lina wurde sehr gut von den Einwohnern angenommen. Das junge "Start-Up-Unternehmen" konnte innerhalb kürzester Zeit einen guten Kundenstamm aufbauen und sogar zu einem frühen Zeitpunkt die Auslieferungen nach Epfendorf expandieren.

Pünktlich zum gewählten Zeitraum Sonntagmorgens wurden die gewünschten Frühstücksbrötchen und Laugenbrezeln an die Haustür geliefert. Ein sehr freundliches "Guten Morgen" und ein Lächeln waren inklusive.

Bei Wind und Wetter, Schneesturm und Regen wurden die Lieferungen mit dem Fahrrad verteilt. Der Service war so schnell, dass man sogar teilweise noch ofenwarme Ware erhalten hatte.

Um die Kundenbindung auszubauen, wurde ein weiteres Konzept von Hanna und Lina entwickelt: das Bonusprogramm: Mit jeder Anlieferung erhielt der Kunde einen "Brezel-Sticker". Nach zwölf Anlieferungen gab es ein Glas Marmelade, wohlgemerkt selbstgemacht, dazu.

Die Altoberndorfer und Epfendorfer müssen auf diesen Service jedoch künftig verzichten. "Sport, Hobbys und Schule gehen jetzt wieder los", erklären die beiden Unternehmerinnen. Das werde ihnen sonst zu viel. "Es war eine schöne Erfahrung, auch mal sein eigenes Taschengeld zu verdienen", sagen sie.

Für ihre Kunden waren die beiden Unternehmerinnen nicht nur gute Dienstleister, sondern auch der Beweis dafür, dass man auch in schwierigen Zeiten mit einem gesunden Optimismus aus Zitronen Limonade machen kann.

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