Der DFB-Bundestag wählt den aus Mötzingen stammenden WFV-Präsidenten Matthias Schöck zu seinem Vizepräsidenten – mit einem neuen Ressort.
23 Jahre lang war Matthias Schöck Torwart beim SV Mötzingen, nun ist er Teil des 16-köpfigen Präsidiums des Deutschen Fußball-Bunds. Dessen Bundestag wählte den 51-Jährigen am Freitag in Frankfurt zu seinem Vizepräsidenten. Bereits seit 2015 ist Schöck Präsident des Württembergischen Fußballverbands.
Seit 2000 in Hildrizhausen
Nicht nur sportlich, sondern auch politisch begann die Karriere des früheren Torhüters in Mötzingen. Vom Rathaus der Gäu-Gemeinde wechselte er im Jahr 2000 nach Hildrizhausen, wo er Hauptamtsleiter wurde. Zwei Jahre später gewann er dort die Wahl zum Bürgermeister. Schöck (Freie Wähler), der seit 1990 auch Jugendleiter des SV Mötzingen war, kündigte im Juli allerdings an, sich 2026 in Hildrizhausen nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen. Damals schrieb er: „Zudem bin ich momentan in einem Alter, in dem man sich durchaus vorstellen kann, sich einer neuen Herausforderung zu stellen – ohne aktuell zu wissen, wie diese aussehen könnte, aber eben mit der Gewissheit, durch den beabsichtigten Schritt die grundsätzliche Möglichkeit hierfür zu schaffen.“
Für Strategie zuständig
Im Oktober kamen dann erstmals Gerüchte auf, Schöck könnte Vizepräsident beim DFB werden. So ist es nun auch gekommen. Der mit mehr als acht Millionen Mitgliedern größte Sportfachverband der Welt schuf dabei eigens für den Mötzinger ein neues Ressort: Er soll die Umsetzung der DFB-Strategie bis 2030 steuern und überwachen.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf wurde vom Bundestag in Frankfurt einstimmig wiedergewählt. Für Aufsehen sorgte die Wahl von Silke Sinning zur Vizepräsidentin. Sie hatte bereits 2022 für Diskussionen gesorgt, als sie sich gegen den langjährigen Spitzenfunktionär Rainer Koch (damals Präsident des Bayerischen Fußballverbandes) durchsetze. Diesmal musste Sinnig, die seit vergangenem Jahr Präsidentin des Hessischen Fußballverbands ist, erneut in eine Kampfabstimmung gehen und setze sich mit 124:113 Stimmen gegen Silke Raml (Bayern) durch.
Neben Schöck, Neuendorf und Sinnig gehören Schatzmeister Stephan Grunwald, die beiden 1. Vizepräsidenten Ronny Zimmermann und Hans-Joachim Watzke, Generalsekretär Holger Blask sowie die Vizepräsidenten Marc Lenz, Oliver Leki, Steffen Schneekloth, Heike Ullrich, Celia Sasic, Hermann Winkler, Silke Sinning, Ralph-Uwe Schaffert und Peter Frymuth dem DFB-Präsidium an.