Eine Ansicht des geplanten Pflegeheims auf der Frühlingshalde auf dem Grundstück des ehemaligen Kurhauses Foto: Halder Architekten

Im Technischen Ausschuss VS stellte der neue Eigentümer des ehemaligen Kurhauses auf der Frühlingshalde die Pläne für ein Seniorenheim vor.

Das Vorhaben der Firma Topsicht GmbH ist mehrfach im Gestaltungsbeirat der Stadt besprochen worden, teilte Bürgermeister Detlev Bührer dem Technischen Ausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend mit. „Die Vorlage entspricht genau dem, was dort erörtert wurde.“

 

Christian Eppler von Topsicht erläuterte zusammen mit Steffen Halder und Patricia Schleeh vom Büro Halder Architekten das Vorhaben. Das Gebäude auf der Frühlingshalde in Schwenningen wurde 1929 als „Kindererholungsheim Schönblick“ in Betrieb genommen. Dann folgten in den vergangenen fast hundert Jahren ganz unterschiedlichen Nutzungen, zuletzt für das Einsatztraining der Polizei. Vorbesitzer war die Landesbehörde Vermögen und Bau, die längere Zeit nach einem Käufer suchte und in der Firma Topsicht mit Sitz in VS-Schwenningen schließlich fand.

Vorgesehen ist der Abriss des Bestandsgebäudes. Auf dem Gelände ist laut Steffen Halder ein 4,5-geschossiges Pflegeheim mit sieben Penthouse-Wohnungen vorgesehen. Zielgruppe für Letztere sind beispielsweise Senioren, die Pflegeleistungen bei Bedarf zubuchen können. Oder: „Wenn ein Ehepartner Heimpflege benötigt, der andere aber noch nicht, kann man über eine Wohnung hier dem pflegebedürftigen Partner nahe sein“, sagte Eppler.

Das ehemalige Kurhaus „Schönblick“ auf der Frühlingshalde Foto: Daniela Schneider

Architektin Patricia Schleeh nannte im Ausschuss einige Eckdaten des Projekts. Danach sind im Bereich Pflege sechs Wohngruppen mit jeweils neun bis 15 Zimmer vorgesehen. 77 Betten stünden zur Verfügung. Vorgesehen sind zwölf Tiefgaragen-Stellplätze und zehn im Außenbereich. Ein Café befinde sich auf der Dachterrasse, außerdem möchte man einen Sinnesgarten anlegen. „Alles rollstuhlgerecht“, hieß es. Das Grundstück hat eine Größe von 4210 Quadratmetern.

Betreiber wird noch nicht genannt

Die Planung sei mit einem Betreiber abgestimmt. Wer das ist, wollte Christian Epler auf Nachfrage aus dem Ausschuss mit Blick auf die Vertragsverhandlungen noch nicht verraten. Er hoffe, dass die Baugenehmigung im ersten Quartal 2026 erteilt werde. Sobald das der Fall ist, wolle man das Pflegeheim zügig bauen.

„Das sieht alles sehr ansprechend aus“, sagte CDU-Fraktionssprecher Dirk Sautter und wertete das Vorhaben als „eine Bereicherung für VS“.

Ausschuss stimmt zu

Das Bauvorhaben liegt innerhalb des Geltungsbereichs des seit 1980 rechtskräftigen Bebauungsplanes „Reute-Süd“, nördlicher Teil. Das Grundstück ist nach Angaben der Stadt Teil eines allgemeinen Wohngebietes. Der bisherige Plan bildet ein dreigeschossiges Gebäude mit Satteldach ab, das um einen zweigeschossigen Anbau ergänzt werden konnte. Das sei „nicht geeignet, um das Bauvorhaben abzubilden“. Es bestehe ein Planungserfordernis. Die Aufstellung des für die aktuellen Anforderungen geänderten Bebauungsplanes fand einhellige Zustimmung im Ausschuss.