Armin Fessele von den Stadtgärtnern bestückt die Kübel mit Frühblühern. Foto: Jäger

Die Nagolder Stadtgärtner haben in dieser Woche den Frühjahrs-Swing aufgebaut. Tausende Frühblüher werden so in den kommenden Monaten zu einem lebendigen Wahrzeichen der Stadt.

Es Zeit für eine gute Nachricht: Der Baubetriebshof Nagold hat in dieser Woche den Frühlings-Swing im Innenstadtbereich aufgebaut. Wie auch schon in den Vorjahren werden die Kübel mit rund 4700 Frühjahrsblühern bestückt. Mit Stiefmütterchen, Ranunkeln, Narzissen und mehr. Bis Ende Mai verzieren sie die Innenstadt – bis sie dann Platz machen müssen für den Sommer-Swing.

 

Die Mitarbeiter des Baubetriebshofs holten die Kübel Anfang der Woche aus dem Winterlager und begannen, die wohlbekannte Linie aus Blumenbehältern zu errichten – gefüllt mit gutem Boden – bevor die Lieferung der Frühblüher aus der Gärtnerei eintraf, die die Nagolder Bürgerschaft in den nächsten Wochen mit ihrem saisonalen Erwachen erfreuen werden.

Timing ist dabei alles. Der Swing ist ein Erbe der Landesgartenschau 2012 und alle, die daran mitarbeiten, konnten in den letzten zwölf Jahren die nötigen Arbeitsschritte stetig perfektionieren. Um das Erblühen der Nagolder Innenstadt zu gewährleisten muss jeder Arbeitsschritt zur genau richtigen Zeit passieren.

Wertschätzung für harte Arbeit

Auch für das Team der Stadtgärtner ist das Arrangement des Swings ein besonderer Moment. Nach den langen und anstrengenden Wintermonaten geben sie den Startschuss für den Übergang in eine wärmere Jahreszeit. Ihre Arbeit erfreut viele Menschen und nicht bei wenigen weist das Erwachen der Frühblüher auch den Weg aus der Winterdepression. Die frohe Botschaft lautet: Der Frühling kommt. Die Boten sind die Nagolder Stadtgärtner.

Tags zuvor füllten die Stadtgärtner die Kübel bereits mit Erde. Foto: Jäger

Auf eine gewisse Art sind sie dazu gezwungen, ihre Arbeit so zu leisten, dass es möglichst keinem auffällt. Doch gerade bei der Errichtung des Frühlings-Swings können die Arbeiter nicht über mangelnde Wertschätzung klagen. Immer wieder bleiben Passanten stehen und beobachten lächelnd das Treiben. „Jetzt kommen die Blümchen“, kommentiert ein Passant, fast als wolle er die Stadtgärtner anfeuern. „Wir bekommen auch viele Rückmeldungen, die uns sagen: Was wären wir ohne euch?“, sagt Armin Fessele, von der Gruppe Gartenbau des Baubetriebshofs.

Klimawandel macht sich bemerkbar

Für Fessele ist der Swing ein einzigartiges gestalterisches Element, „In anderen Städten wird sowas eingespart. Hier nicht. Und es kommen Menschen von weither, um das Nagolder Blumenband zu sehen.“ Doch es ist auch ein gutes Angebot für Insekten.

Dank der Arbeit der Stadtgärtner wird der beginnende Frühling sichtbar. Foto: Jäger

Solche Aspekte der Nachhaltigkeit werden bei den Stadtgärtnern immer wichtiger. Der Klimawandel zieht sich durch ihre ganze Arbeit. „Die Sonne wird aggressiver“, sagt Martin Kienzle von den Stadtgärtnern. Und auch am Swing mache sich bemerkbar, dass der Wasserbedarf für den Unterhalt der Beete steige.

Der Swing ist etwas besonderes. Ein lebendiges Wahrzeichen, durch das sich Nagold als lebenswerte Stadt auszeichnet. Für 2024 ist nun alles hergerichtet und die Menschen können sich freuen: Der Winter ist bald vorbei. Der Frühling steht vor der Tür.