Bei guter Musik lässt es sich auch auf einem schrägen Marktplatz gut sitzen und verweilen. Foto: Ziechaus

Die Kunst der Handwerker zieht Menschen in die Stadt und wenn auch noch die Sonne scheint, dann ist fröhliches Leben auf Straßen und Plätzen in Schiltach.

Treibholz auf dem Rhein regt die Fantasie der Kunsthandwerker an und ihre Werke treiben an milden Sonntagen im Frühjahr die wintermüden Besucher an die Stände zwischen den Fachwerkhäusern. Klaus Wickersheimer ist das Holz am heimischen Bachlauf nicht genug, er braucht das Meer-Holz für seine künstlerischen Werke, die dann in sicherem Abstand im Trockenen neben der Schiltach ausgestellt werden.

 

In vielen Holzkisten bietet ein Kollege Sonne, Mond und Schafe den Kindern zum Anmalen. Ein paar Schritte weiter wird es schwer, denn der Steinmetz bearbeitet Steine zu Eule oder Krokodil. Eine Frau strickt sich die Welt, wie es ihr gefällt. In diesen Zeiten soll es wenigstens sauber sein mit Seifen aus Schafs-oder Ziegenmilch und gut riechen soll es auch noch nach Lavendel oder einer Brise Meer.

Kunst am Schiltachufer Foto: Ziechaus

Eine ungewöhnliche Verbindung gibt es auf Schwemmholz mit Frida Kahlo und Budda und nebenan auf dem Vorland sind die Hühner los zwischen Wildsauen und Füchsen aus Blech.

Vor den Augen der Besucher wird gearbeitet. Foto: Ziechaus

Aus waschbarer Merino-Wolle gibt es die „Ärschleswärmer“ als rutschfeste Stuhlauflage und dazu als innerlicher Wärmespender einen Schokolikör auf Kirschwasserbasis. Wer weitere innerliche Wärme in der Magengegend sucht, konnte auf einem der schrägsten Marktplätze im Ländle runde Spinatknödel an Gorgonzola-Rahmsoße oder eine spanische Paella probieren.

Mützen in allen Variationen Foto: Ziechaus

Auch bunte Mützen könnten neben der doch mehr als in der Vorhersage angekündigten Sonne für Wärme sorgen und der rote Bollenhut beim Heimatgefühl, das immer gegenwärtig ist.