45 Musikanten und 30 Sänger erfreuten mit einem stimmungsvollen Frühlingskonzert die Zuhörer im Heselwanger Vereinsheim. Foto: Helga Jetter

Zu einem stimmungsvollen Frühlingskonzert hatte der Musikverein Heselwangen gemeinsam mit dem Sängerbund Heselwangen geladen.

Ein volles Vereinsheim zeigte den Veranstaltern, wie sehr dieser Konzertabend gewünscht war. Mit von der Partie war die Jugendkapelle des Musikvereins und als Gast verstärkte der Männergesangverein aus Owingen den heimischen Sängerbund.

 

Gleich in die Vollen ging die Jugendkapelle unter der Leitung von Frank Janus mit „Young Fanfare“ von Martin Scharnagl. Auch mit den weiteren Stücken wie „Celebration and Song“ oder der rhythmischen „Piratenfahrt“ gab die jugendliche Formation ein sympathisches Bild ab.

Ein imposantes Bild zeigte danach der Sängerbund Heselwangen. Zu den zahlenmäßig wenig Sängern hatten sich die gleiche Anzahl stimmstarker Sänger des Männerchores Owingen gesellt. Auch diese werden von Chorleiterin Patrizia Lormes-Schreijäck dirigiert.

„Ich war noch niemalds in New York“

Gemeinsam erinnerte der voluminöse Männerchor mit „Ich war noch niemals in New York“ an den verstorbenen Sänger Udo Jürgens, ließ mit Andreas Bouranis „Ein Hoch auf uns“ die Fußball-Weltmeisterschaft auferstehen und ritt dann symbolträchtig mit Cowboy-Hüten in den wilden Westen ab: Zwei stimmungsvolle Weisen vermittelten Prärie-Atmosphäre und ließen die Gäste mitwippen. Zum Schmunzeln die Zugabe eines alten Seemannsliedes als Abwandlung mit „schwäbischen Leckerbissen“ im Gegensatz zum „neumodischen Zeug“.

Dann blies ein die Bühne füllender Musikverein mit 45 Bläsern unter der Stabführung von Erwin Nehlich den erwartungsvollen Gästen nach Herzenslust den Marsch: Beschwingt war die Hommage an „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg. Kaiserlichen Prunk vermittelte der „Persische Marsch“ von Johann Strauß. Wohlbefinden drückte der feierliche Jubiläumsmarsch „Euphoria“ von Martin Scharnagl aus.

Von Persien zurück nach Österreich

Das „Aladdin Medley“ entführte die Zuhörer im Swing-Rhythmus auch ohne fliegenden Teppich nach Arabien. Das Werk „Puszta“ führte wieder nach Österreich-Ungarn zurück und ließ mit Querflöten und Klarinetten ein zartes und mit den Blechinstrumenten ein üppiges, kontrastreiches Klang- und Stimmungsbild entstehen. Der anhaltende Applaus drückte aus, dass den zuhörern dieser Wohlklang gefiel.

Gelungen war auch die Zusammenführung von Musikverein und Sängern der beiden Männerchöre aus Heselwangen und Owingen. 45 Bläser und 30 Sänger sorgten mit „Conquest of Paradise“ für Gänsehautfeeling, als sie ausdrucksstark und harmonisch abgestuft an die Entdeckung Amerikas erinnerten.

Dem Geschmack des Publikums entsprach der als Zugabe präsentierte „Bozener Bergsteigermarsch“, konnte damit doch allen Akteuren des Abends mit anhaltendem Beifall gedankt werden.