Während Nord- und Ostdeutschland in den ersten Tagen von 2026 im Winter verharrten, blieb der Südwesten nach kurzer Frostphase meist mild.
Der Januar eröffnete mit einer Winterepisode bei frostigem Wetter. Während jedoch im Norden und Osten Deutschlands der Winter sein Regiment fortsetzte, war der südbadische Raum und damit auch das Mittlere Kinzigtal unter dem Einfluss milderer Luftmassen für den Rest des Monats für Winterfreunde keine wirkliche Option mehr. Tröstlich waren wohl nur etwas häufigere Sonnentage in einer knapp zweiwöchigen ruhigen Hochdruckwetterlage.
Der Januar begann mit einem recht frostigen Neujahrsmorgen bei minus zehn Grad, am 2. setzte abends Schneefall ein und sorgte am folgenden Morgen für eine vier Zentimeter hohe Schneedecke. Diese führte in den folgenden Tagen zu einer Frostverschärfung und Dauerfrost.
Am Dreikönigstag fiel das Thermometer nach klarer Nacht auf minus 11,7 Grad. Am 9. überquerte die Front des Sturmtiefs Elli mit kräftigen Windböen und deutlicher Milderung die Region, was die Schneedecke abtauen ließ. Da es auf der Rückseite von Elli wieder kälter wurde, konnte sich am 10. nochmals eine dünne Schneedecke von zwei Zentimetern bilden, die dann aber infolge von Milderung und Regen an den Folgetagen in den Tallagen wieder verschwand.
Die letzte Januarwoche war unbeständig
Die nächsten zwei Wochen dominierte Hochdruckwetter das Geschehen im Mittleren Kinzigtal, mit Ausnahme des 15. blieb es niederschlagsfrei. Nachts breitete sich eine Hochnebeldecke aus, die sich aber meist in den Vormittagsstunden auflöste und der Sonne Platz machte. Die Nebeldecke verhinderte so nachts stärkere Auskühlung, so dass die Fröste leicht blieben, es manchmal sogar frostfrei war. Tagsüber schwankten die Werte im einstelligen Plusbereich.
Wieder unbeständiger wurde es dann in der letzten Januarwoche, in der Tiefausläufer gegen das blockierende Hoch im Osten etwas vorankamen und das bisher deutliche Niederschlagsdefizit etwas vermindern konnten
Niederschlag im Januar bleibt deutlich unter dem Durchschnitt
Der Januar begann mit einer knackigen Winterlage, bei der in den ersten Tagen bis nach Dreikönig vor allem nachts tiefere Temperaturen gemessen wurden, die im Vergleich zum Durchschnittswert um bis zu zehn Grad kälter waren. Das ruhige und wenig ereignisreiche Wetter danach zeigte sich bei den Temperaturen nur wenig vom Mittelwert entfernt, mal war es nur um etwa zwei Grad kühler, an anderen Tagen um ebenso viel Grad etwas zu mild. Letztlich entschied die Kältewelle am Anfang, dass der Gesamtmonat mit minus 0,9 Grad Abweichung zum langjährigen Durchschnitt etwas zu kalt war. Zuletzt fiel der Januar 2017 mit einem Minus von minus 4,5 Grad noch kälter aus.
Die Niederschlagstätigkeit blieb im Januar deutlich unter dem Durchschnitt, die gemessene Menge war mit 68,9 Liter pro Quadratmeter um 35 Prozent zu niedrig. Schnee fiel nur im ersten Drittel des Monats und erreichte am 8. eine bescheidene Höhe von acht Zentimeter im Bereich der Wetterstation. Dezember und Januar waren deutlich zu niederschlagsarm. Nun hängt es davon ab, ob die kommenden Monate das Defizit ausgleichen oder mit diesem Niederschlagsmangel in das wärmere Frühjahr gestartet wird.
Die Sonne, im Januar sonst oft durch Hochnebel oder Regenwolken verdeckt, zeigte sich heuer doch öfters und schien insgesamt 60,5 Stunden und damit 6,5 Stunden oder zwölf Prozent länger als im langjährigen Mittel. Auffallend windarm war der Winter nach Dezember nun auch im Januar. Lediglich am 9. sorgte Sturmtief Elli für einige wenige Sturmschäden im Schwarzwald. An der Station wurden nur drei Windtage gezählt.
Statistik
Monatsmittel: +0,9 GradAbweichung : -0,9 Grad (Mittel +0,5 Grad)Maximum: +9,6 Grad Minimum: -11,7 GradFrosttage: 20 Tage (+3)Eistage: 3 Tage (- 2) Bodenfrosttage: 27 TageNiederschlagssumme: 68,9 Liter pro Quadratmeter (65 %)Größte Tagesmenge: 12,4 Liter pro QuadratmeterNiederschlagstage: 17 (-11)Schneefalltage: 5 Tage ( -1Tag)Schneedeckentage: 6 Tage (-2)