In Unterdigisheim ziert ein großes Bild den Altar.  Foto: Graf Foto: Schwarzwälder Bote

Am Fronleichnamsfest blüht die katholische Seelsorgeeinheit Heuberg besonders auf: Obernheim, Nusplingen und Unterdigisheim sind bekannt für besonders schöne Blumenteppiche – und das kann auch Corona nicht ändern.

Obernheim/Nusplingen/Meßstetten-Unterdigisheim. Die Prozessionen zum Hochfest Fronleichnam mussten in der Seelsorgeeinheit Heuberg zwar ausfallen, doch Festgottesdienste haben die Gläubigen in den katholischen Kirchengemeinden Obernheim, Nusplingen und Unterdigisheim gefeiert. Die Coronavirus-Pandemie konnte sie außerdem nicht davon abhalten, aufwendig hergestellte Blumenteppiche zur Ehre Gottes in den Kirchen zu legen – unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.

So waren in Nusplingen nur vier statt der üblichen 40 Helferinnen am Werk. Dennoch gelang es den Frauen, ein Blumenbild mit sichtlich viel Liebe zum Detail in der Kirche Maria Königin zu gestalten. Das Motiv zeigt Jesus als Hirten in Anlehnung an Psalm 23 und soll Geborgenheit, Schutz und Sicherheit vermitteln. "Das passt ganz gut in die momentane Zeit", erklärte Gabi Horn, die das Motiv ausgewählt hat. Auch in Obernheim war die Gruppe der Teppichlegerinnen und Teppichleger in diesem Jahr deutlich kleiner als gewohnt. Trotzdem schafften es die Gläubigen dort, ihre Kirche gleich mit vier Blumenteppichen zu schmücken. Einen davon haben die Kommunionkinder der Gemeinde gestaltet.

In Unterdigisheim legten die Aktiven ein Blumenbild zum Thema "Ich bin der Weg". Es soll verdeutlichen, dass jeder Weg – egal wie lang, dunkel und holprig er manchmal auch sein mag – letztlich zum Licht führe. Die Sonne könne dabei als Symbol für Leben und Licht in der Coronazeit gedeutet werden. Ob mit dem "Ich" nun Gott oder die eigene Person gemeint sei, sei der Interpretation des Einzelnen überlassen, betonen die Aktiven.

In jeder Hinsicht eine Herausforderung – und das hat nicht nur mit Corona zu tun

Dass das Legen der Teppiche in diesem Jahr in jeder Hinsicht eine Herausforderung war – und zwar nicht nur aufgrund der Corona-Bestimmungen – bestätigten die beiden verantwortlichen Frauen aus Unterdigisheim. Einige Blumen seien momentan noch gar nicht aufgeblüht, sodass sich die Suche nach Material für den Teppich schwierig gestaltet habe. Letztendlich habe man aber das Beste aus der Situation gemacht.

Die Teppiche bleiben in allen drei Gemeinden noch für einige Tage in den Kirchen, sodass Besucher vorbeikommen können, um sich die Kunstwerke anzuschauen.

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