Der Friesenheimer Handballprofi Frederik Simak kämpft am Wochenende mit Lemgo um DHB-Pokalsieg. Schon das Halbfinale hat es in sich: Es geht gegen seinen neuen Verein.
Von den Qualitäten seines künftigen Mitspielers Mathias Gidsel hat sich der Friesenheimer Handballprofi Frederik Simak wenige Tage vor dem Halbfinale im DHB-Pokal noch einmal hautnah überzeugt. Denn bereits am Wochenende vor dem großen Final Four in Köln – dem Jahreshöhepunkt im deutschen Handball – spielte Simak mit dem TBV Lemgo Lippe auch in der Bundesliga gegen die Füchse Berlin.
Generalprobe endet „extrem bitter“
Für Simak war das nicht nur aufgrund des schnellen Wiedersehens im Semifinale etwas Besonderes. Im Sommer wechselt der Friesenheimer zu den Füchsen aus Berlin, bei denen er bereits vor seinem Wechsel 2020 unter Vertrag stand.
Am Ende stand bei der Generalprobe in der Liga eine bittere 33:34-Niederlage für Lemgo zu Buche. Sekunden vor Schluss setzte sich Welthandballer Gidsel im Eins-gegen-eins gegen Simak durch und traf zum Füchse-Sieg. Als „extrem bitter“ bezeichnete Simak die Niederlage nach dem Spiel beim Streamingdienst „Dyn“.
Schon 2021 einmal den Pokal gewonnen
Dennoch nehme er viel positives in Richtung Final Four in Köln mit. Die wohl wichtigste Erkenntnis: „Dass wir jede Mannschaft schlagen können. Ich denke, wir haben Bock aufs Halbfinale. Und dann gewinnen wir nächste Woche hoffentlich“, sagte Simak, der 2021 mit Lemgo den Pokal bereits einmal holte.
Ausblenden kann der Spieler den Wechsel nicht
Zum Abschluss seiner Zeit in Lemgo würde er diesen Triumph gerne wiederholen. „Ich will in Lemgo noch zeigen, was ich kann – und vor allem, was wir als Team können. Darauf habe ich Bock“, sagte er am Wochenende. Ganz ausblenden kann der Ortenauer Handballprofi seinen bevorstehenden Wechsel in die Hauptstadt jedoch nicht.
Keine Lust gegen die neuen Kollegen zu verlieren
„Thema ist es auf jeden Fall – vor allem mit dieser besonderen Konstellation von zwei Spielen in sechs Tagen. Es ist natürlich etwas Besonderes, gegen die zukünftigen Mitspieler zu spielen. Trotzdem hatte ich keinen Bock zu verlieren“, sagte er. Eine Aussage, die nach dem bitteren Spiel in der Bundesliga auch für das Halbfinalspiel im DHB-Pokal am Samstagmittag gilt.