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Friesenheim Passantin entdeckt riesige Würgeschlange im Acker

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Nichts für schwache Nerven: Eine Boa ist am Dienstag durch Zufall bei Friesenheim gefunden worden, 200 Meter von der Winbergstraße entfernt. Gut zwei Meter ist das Reptil lang. Foto: Schwarzwälder Bote

Friesenheim - Eine gut zwei Meter lange Riesenschlange ist in Friesenheim ihrer Halterin entwischt. Die Boa Constrictor wurde zum Glück jedoch durch Zufall von einer Bürgerin auf einem ortsnahen Acker entdeckt. Die Schlange ist mittlerweile im Lahrer Tierheim. Knapp 200 Meter vor der Ortseinfahrt Friesenheim in der Weinbergstraße, von Oberschopfheim kommend, hat sich am Dienstag ein vermeintlicher riesiger Stock auf einem Feld als exotischer Fund herausgestellt. Christine Bohnert-Seidel, redaktionelle Mitarbeiterin unserer Zeitung in der Gemeinde, war mit dem Rad unterwegs, als sie den Gegenstand auf einem Acker liegen sah. Sehr lang, ungewöhnlich gesprenkelt. Die Reporterin stoppte und sah sich den Fund näher an. Der jedoch fing an, sich zu bewegen. "Da war schnell klar, dass ist eine riesige Schlange", schildert sie ihr verblüffendes Erlebnis.

Geistesgegenwärtig packte sie sich einen Holzstock am Wegrand und hielt das Tier, das in Richtung Weinbergstraße davonschlängeln wollte, so lange in Schach, bis ein anderer Passant vorbeikam.

Feuerwehrmann fängt das Reptil von Hand ein

Diesen, den Oberweierer Jürgen Ruf, bat sie, die Polizei zu rufen und die Schlange im Auge zu behalten. Die Reporterin selbst radelte rasch weiter, zu einem längst wartenden Zeitungstermin.

Polizei und Feuerwehr rückten derweil an. Feuerwehrmann Martin Althauser zog sich Spezialhandschuhe an, fasste sich ein Herz und packte die Schlange am Kopf. Gemeinsam mit den Kameraden steckte er das Zwei-Meter-Tier in eine große Tüte, versehen mit Luftlöchern. Die Boa wurde dann von der Polizei zum Tierheim Lahr gebracht. Zwischenzeitlich hat sich die Halterin gemeldet. Sie ist sehr erleichtert.

Was ist das für eine Schlangenart?

Laut Katja Spirgatis vom Tierheim Lahr handelt es sich zweifelsfrei um eine Boa Constrictor. Ob es ein männliches oder weibliches Exemplar ist, müsse noch geklärt werden. Bis zu drei Meter können die Tiere lang werden und bis zu 20 Jahre leben. Sie ernähren sich von kleineren Säugetieren wie Mäuse und Ratten.

Ist eine Boa gefährlich?

Bisse von einer Boa Constrictor sind für den Menschen nicht giftig, aber durchaus schmerzhaft. In der Natur beißt die Schlange erst zu und umschlingt ihre Beute dann mit ihrem Körper. Daher die Bezeichnung Würgeschlange. Die Kleinsäuger werden durch das Umschlingen des Körpers getötet. Die Tiere gelten Menschen gegenüber nicht als angriffslustig. "Doch man sollte sie nicht reizen oder gar in die Enge treiben", sagt Katja Spirgatis.

Was passiert nun mit der Riesenschlange?

Sie kommt wohl zu ihrer Halterin zurück. Diese habe sich beim Tierheim gemeldet, doch erst, nachdem die Schlange dort abgegeben worden war. Weshalb das Tier vermutlich aus einem Terrarium ausbüxen konnte, sei noch unklar. Auch, ob die Halterin vielleicht einen Fehler gemacht hatte oder zu leichtsinnig war.

Hätte die Boa in der freien Natur überlebt?

Die sommerlichen Temperaturen wären dem Tier in freier Wildbahn kaum zum Problem geworden. "Im Winter hätte das Tier jedoch kaum eine Chance gehabt", sagt die Expertin. Tropisches, feuchtes Klima sei gefordert. sagt Katja Spirgatis. Die Boas stammen aus Zentralamerika.

Wo bekommt man solche Riesenschlange her?

Die Tiere kann man im Fachhandel und auch online kaufen, ab 50 Euro. "Viel zu billig", kritisiert Katja Spirgatis.

Wie groß sollten Terrarien für Boas sein?

Das hängt von der Größe ab. Für ausgewachsene Tiere mit mehr als zwei Metern Länge werden von Experten Behälter vom Volumen eines ordentlich großen Esszimmertisches empfohlen. Je größer das Terrarium, desto besser für die Tiere.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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