Klaus Kunz, Vorsitzender des Radsportclubs Friesenheim und Gründungsmitglied des BUND Ortsverein Friesenheim freut sich bereits auf die Aktion "Stadtradeln", an der Friesenheim im September zum zweiten Mal teilnimmt. Foto: Bohnert-Seidel

Wettbewerb: Friesenheim ist zum zweiten Mal bei "Stadtradeln" dabei

Friesenheim - In Friesenheim zählt im September wieder jeder Kilometer: Die Gemeinde beteiligt sich an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln", bei der die Teilnehmer mit dem Fahrrad ein Zeichen für den Klimaschutz und die Einsparung von CO2 setzen wollen.

Bereits zum zweiten Mal macht die Gemeinde Friesenheim bei der bundesweiten Initiative "Stadtradeln" mit. Im Ortenaukreis läuft die Rad-Aktion in diesem Jahr vom 6. bis 26. September. Alle, die in der Gemeinde Friesenheim wohnen, arbeiten, einem Verein oder einer Einrichtung angehören, können mitmachen. Erstmals nehmen auch Schulen teil. Beim Wettbewerb geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege- etwa zur Arbeit oder zum Einkaufen – umweltfreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen und so ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Viele freie Teams waren im vergangenen Jahr mit von der Partie.

Radsportverein und Kirchengemeinde sind dabei

Unter den Teilnehmern wird auch in diesem Jahr wieder Klaus Kunz sein. Mit seinen 78 Jahren dürfte er nicht nur zu den ältesten Teilnehmern zählen, sondern auch einer der eifrigsten Fahrradfahrer sein. Schon immer ist Klaus Kunz begeisterter Radler. Als Vorsitzender des Radsportclubs Friesenheim ist für ihn die Teilnahme Ehrensache.

Ist beim RSC die Radsaison für das Rennradeln eröffnet, bringt er es auf mehr als 2.000 Kilometer im Leistungstempo. Fahrten mit dem herkömmlichen Alltagsrad oder Mountainbike zählt er nicht mit. Diese würden die Summe der gefahrenen Kilometern wohl verdoppeln.  "Als Radsportclub müssen wir einfach daran teilnehmen", betont Kunz. "Ich freue mich darauf". Als Gründungsmitglied im BUND Ortsverein Friesenheim erkennt er im aktiven Radeln auch seinen Umweltschutzbeitrag. "Wer mit dem Rad fährt, lässt das Auto stehen", fasst Kunz zusammen. Sämtliche Einkäufe erledigt er, so gut es geht, mit dem Fahrrad.

Weniger der sportliche Aspekt als vielmehr die Geselligkeit und die Gemeinschaft bewegen Pfarrer Rainer Janus dazu, als Evangelische Kirchengemeinde daran teilzunehmen. "Immerhin haben wir unser Umweltmanagement ›Grüner Gockel‹, mit dem wir überall, so gut es geht unseren CO2-Ausstoß minimieren", erklärt Janus gegenüber der Lahrer Zeitung. "Noch sind wir nicht angemeldet, aber wir sind dabei", sagt der Pfarrer. "Weg vom Auto und rauf aufs Fahrrad", heißt in der Kirchengemeinde die Devise.

670 Teilnehmer im letzten Jahr

Geplant sind auch wieder gemeinsame Ausflüge, insofern es die Corona-Situation zulasse. Hoffnung bereite dem Pfarrer die hohe Impfbereitschaft, die er bei den Menschen erkenne. Wenn dann noch die Außengastronomie angefahren werde, dann sei das Stadtradeln auf einer sehr geselligen Note angekommen.

Im vergangenen Jahr hat sich Friesenheim erstmals am Stadtradeln beteiligt. 670 Friesenheimer in 44 Teams radelten vom 7. bis 27. September insgesamt rund 90 .000 Kilometer und sparten dabei geschätzte 13 Tonnen CO2 ein. Bei rund 13 .000 Einwohnern lag die Teilnehmerquote damit bei 5,1 Prozent. Mit 139 Kilometern pro Kopf lag Friesenheim unter dem bundesweiten Durchschnitt von 169 Kilometern. Es ist also noch Luft nach oben in Sachen Friesenheimer Radfahrbegeisterung.

Der Wettbewerb findet im Jahr 2021 zum 14. Mal statt. Im vergangenen Jahr waren 1.400 Kommunen mit insgesamt 550. 000 Teilnehmern am Start. Wer mitmachen möchte, kann sich ganz einfach im Internet unter www.stadtradeln.de registrieren. Auf dieser Webseite gibt es auch weitere Informationen, Antworten zu allen möglichen Fragen und am Ende des Wettbewerbs die Auswertung aller Kommunen.