Hilde Böhnemann organisiert den Friesenheimer Bauernmarkt. Sie selbst bietet ein selbst hergestelltes Kräutersalz an. Foto: Bohnert-Seidel

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Friesenheim - Die Friesenheimer Landfrauen laden auf Samstag zum 25. Bauernmarkt auf dem Rathausplatz ein. Händler aus der ganzen Region bietet dort den Gästen frische Produkte und Leckereien an.

"Platz gibt es noch", erzählt Hilde Böhnemann, die seit 25 Jahren mit den Landfrauen Friesenheim den Bauernmark auf dem Rathausplatz organisiert. "Der Bauernmarkt ist einfach ein beliebter Treffpunkt", erklärt sie. Das sei der Grund, weshalb sie jedes Jahr aufs Neue Marktbeschicker anruft, einlädt und sich über Anmeldungen von neuen Marktteilnehmern freut. Die 25. Ausgabe startet am Samstag und geht von 8 bis 13 Uhr.

Einen großen Stand belegt Böhnemann seit 25 Jahren selbst. Zwei Wochen vor dem Markt stellt sie in ihrer Küche aus selbst getrockneten Kräutern ihr besonderes Kräutersalz her. Dazu zermahlt sie im Mörser Sellerieblätter, Dill, Petersilie, Bärlauch, Liebstöckel und Schnittlauch und gibt das Ergebnis in einer Flasche. "Aus der Flasche lässt sich das Salz leicht dosieren", so die Landfrau.

Markt kam nur schleppend in Fahrt

Immer wieder lässt sich Böhnemann etwas Neues einfallen. So wie beim 20. Bauernmarkt sind alle eingeladen, einen Hut zu tragen. Bei ihr Stand gebe es dann eine kleine Überraschung. Für Böhnemann, die auch Winzerfrau ist, kommt der Markt mehr oder weniger zur Unzeit – nämlich ausgerechnet dann, wenn im Weinberg und auf den Feldern die Ernte eingeholt werden muss. "Aber wir haben den Bauernmarkt als Attraktion in Kombination zur Nova und zum Bürgerfest am dritten Septemberwochenende entdeckt", erzählt Böhnemann. Die ersten sechs Jahre waren jedoch eher mühsam, sagt sie rückblickend. Nur schleppend hätten die Friesenheimer den Markt angenommen. Mittlerweile sei er aber einer der beliebtesten Märkte im Umkreis.

So wie bei ihrem Kräutersalz, macht die Mischung den Markt aus. Bei ihr gibt es immer wieder neue Kreationen mit Marmeladen aus Wein, Ingwer, Schokolade oder Kombinationen von Früchten, die ein besonderes Geschmackserlebnis seien. Auf die von den Menschen sehr beliebte Bewirtung an langen Tischreihen müsse leider erneut verzichtet werden.

In diesem Jahr ist wieder Familie Binder vom Binderhof aus Allmannsweier mit Nudeln, Eierlikör und Kartoffeln dabei. Erste Friesenheimer Tafeltrauben bringt Familie Hertweck auf den Tisch. In den Küchen wurden Linzertorten gebacken. Selbstverständlich kommen auch die Zutaten wie Nüsse und Marmeladen aus dem eigenen Anbau. Holzkunstwerker Wolfgang Wuttke kommt mit seinem Handwerk auf den Markt. Fest integriert ist Sonja Pfaff aus Reichenbach mit ihren Fleisch- und Wurstwaren sowie frisch gebackenem Brot. Frischen Kaffee gibt es nicht, aber zu kaufen gibt es von Kaffeeröster Heinz Drägerhof frisch geröstete Bohnen.

Auch Anbieter aus dem Kinzigtal dabei

Seit 25 Jahren ebenfalls auf dem Markt vertreten ist Obstbauer Lothar Füner. Äpfel zur Lagerung oder gleich zum Verzehr bringt er mit auf den Markt. Aus dem Kinzigtal kommt Martina Räpple mit ihrem großen Angebot an Hausmacherallerlei. Für den Friesenheimer Bauernmarkt gilt seit jeher die Formel: "Nur der frühe Vogel ergattert die schönsten Linzertorten." Diese sind heiß begehrt, weil sie zuhause noch eine gute Weile lagerbar sind.

Bis heute haben sich 15 Anbieter angemeldet. Auch die Dorfhelferinnenstation stellt sich wieder vor und informiert über den Zusammenschluss der Stationen Ettenheim, Friesenheim und Schuttertal.

Wer sich am Friesenheimer Bauernmarkt am Samstag noch mit einem Stand beteiligen möchte, kann sich direkt bei Organisatorin Hilde Böhnemann unter Telefon 07821/­69 79 melden.