Der Friedrichsplatz sorgt nicht nur in Sachen Verkehr, sondern auch wegen der Namensgebung für Diskussionen. Foto:  

Dass der Friedrichsplatz nun dem Stauferkaiser Friedrich II. gewidmet werden soll, hält unser Leser Karl-Wolfgang Staiger aus Deißlingen für eine ganz schlechte Idee.

Hoffentlich setzen sich die Personen, die den Friedrichsplatz in Rottweil nach dem anderen Friedrich, nämlich nach dem Stauferkaiser Friedrich ll. umbenennen wollen, nochmal intensiv mit diesem Menschen auseinander.

 

Der bedeutende Chronist Salimbenes von Parma (1221 -1290), hat ihn wie folgt beschrieben: „Er war ein durchtriebener Mann, verschlagen, geizig, ausschweifend, boshaft und jähzornig. Gelegentlich zeigte er auch tüchtige Eigenschaften. Seine zwei zutiefst menschenverachtenden Experimente, können nur mit Abscheu betrachtet werden.

Kinder starben an Mangel

Friedrich II. wollte wissen, welche die Ursprache der Menschen sei. Den Kindern wurden die Mütter weggenommen und Ammen übergeben, denen er gebot, sie zu ernähren, ohne mit ihnen zu sprechen oder sie zu liebkosen. Aber keines brachte je ein Wort hervor, denn sie starben alle an Mangel an menschlicher Wärme und Liebe. Das zweite Experiment war ebenso grausam, denn er wollte wissen, ob es für die Verdauung nützlicher sei nach der Mahlzeit zu ruhen oder sich zu bewegen. Zwei Sklaven wurden ausgewählt. Der eine musste nach der Mahlzeit ruhen, der andere musste einen Spaziergang absolvieren. Dann ließ Friedrich ihnen den Bauch aufschlitzen, um zu beobachten wie weit der Verdauungsprozess fortgeschritten sei. (Walter Nigg in seinem Buch „Große Unheilige“).

Von Friedrich ist auch das düstere Wort überliefert:“ Lange war ich Amboss.... jetzt will ich Hammer sein.“

Karl-Wolfgang Staiger, Deisslingen-Lauffen

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