Werden Gräber auf den Friedhöfen von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs abgeräumt, wird es für die Hinterbliebenen künftig teurer.
Wenn der städtische Bauhof für Bürger Arbeiten erledigt, werden diese üblicherweise in Rechnung gestellt. Konkret ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats um das Abräumen von Gräbern auf den Friedhöfen in Schömberg und Schörzingen.
In der Regel werde diese Arbeit vor Ostern und Allerheiligen erledigt. Den Hinterbliebenen ist es freigestellt, ob sie die Gräber nach Ablauf der Ruhezeit selbst abräumen, eine Firma oder den Bauhof beauftragen.
In der Vergangenheit wurde oft die Firma Ströbel mit der Grababräumung beauftragt. Doch weil diese den Service nicht mehr anbietet, werde laut Bürgermeister Karl-Josef Sprenger immer öfter der Bauhof für diese Aufgaben bestellt.
Kosten je nach Grabart
Während die Firma Ströbel erfahrungsgemäß um die 400 Euro pro Grababräumung berechnete, wurden für die Inanspruchnahme des Bauhofs bisher – je nach Grabart – zwischen 75 Euro für Urnengräber und 175 Euro für Familiengräber fällig.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Gebühren für diesem Dienst angehoben werden. Seit der letzten Erhöhung 2017 seien sowohl die Personal- als auch die Materialkosten gestiegen, die kostendeckend an die Hinterbliebenen weitergegeben werden sollen.
Eine Bauhofstunde kostet 50 Euro
Laut Kalkulation der Verwaltung steigen die Kosten für die Grababräumung um rund 65 Euro pro Grab an. Außerdem stimmten die Gemeinderäte zu, dass die Gebühren pro Bauhofstunde zum Jahresbeginn 2025 auf 50 Euro angehoben werden.
Folgende Gebühren für die Grababräumung durch den städtischen Bauhof werden künftig fällig: Das Abräumen eines Familiengrabs mit eigener Einfassung durch den Bauhof kostet 240 Euro, wenn keine Einfassung besteht, reduzieren sich die Gebühren auf 195 Euro. Für das Abräumen eines Einzel- oder Tiefengrabs werden 185 Euro berechnet, für Kindergräber 135 Euro. Das Abräumen von Urnengräbern kostet künftig 135 Euro.