Vandalismus in der öffentlichen Toilette, Austausch von Gießkannen sowie Diebstahl von Wasser auf dem Friedhof in Schura treiben den Ortsvorsteher um.
Derzeit ist die Toilettenanlage auf dem Schuraer Friedhof geschlossen. Der Grund dafür sei Vandalismus, gab Ortsvorsteher Wolfgang Schoch in der Sitzung des Ortschaftsrates bekannt. Unbekannte Täter hätten in der öffentlich zugänglichen Toilette mit einer ganzen Rolle Toilettenpapier den Abfluss vorsätzlich verstopft und auch die Wasserzufuhr so manipuliert, dass das Wasser ungehindert bis zum Überlaufen in die dort befindliche Grube lief, die nun entleert werden muss.
Vandalen treiben Unwesen
„Auch sonst scheint dieser Ort der Ruhe keine Ruhe zu haben“, meinte der Ortsvorsteher. „Es werden laufend Gießkannen an den Wasserstationen entwendet.“ Werden diese von der Stadt nachgekauft, finde danach immer wieder ein reger Austausch statt. „Alt gegen neu“, so Schoch und mit Blick auf den Trossinger Friedhof: „Dort ist es so schlimm, dass die Kannen inzwischen in kunterbunten Farben vorhanden sind, die Stadt aber nur grüne Kannen kauft“. Und als ob das Wasser auf dem Schuraer Friedhof besonders heilig sei, so die ironisch gemeinte Frage. Denn in der Vergangenheit sei auch des Öfteren Wasser gestohlen worden. So seien einige „Zeitgenossen“ schon im vergangenen Jahr mit einem Transporter, beladen mit etlichen leeren Wasserkanistern zum Friedhof gefahren, um diese dort zu füllen. „Pro Transport sind so etliche hundert Liter Wasser entwendet worden“, sagte Schoch. Zeugen hätten ihn damals darauf hingewiesen.
Recherchen hätten ihn in dem Fall gleich zu den Verdächtigen geführt. „Als ich diese am Tag darauf – es war Sonntagvormittag – aufsuchte, waren sie gerade dabei, mit dem gestohlenen Wasser ihre vor dem Haus stehenden Fahrzeuge zu waschen“. Diese Übeltäter hätten aber zwischenzeitlich Schura den Rücken gekehrt. Schoch’s Fazit aus all diesen Vorfällen: „Nichts scheint mehr heilig zu sein, nicht einmal der Friedhof“.