Die neue Begräbnisstätte bietet auf Bronze-Skulpturen Platz für die Namen von 800 Verstorbenen.
Die Erweiterung des Gartens der Erinnerung auf dem Blumberger Friedhof ist so gut wie abgeschlossen. Die letzten Arbeiten an den Wegen wurden von der Firma Fischer Landschaftsbau aus Bonndorf in diesen Tagen beendet. Der neue Friedhofsbereich strahlt viel Würde aus. Sein Ambiente wurde dem Landschaftsbild angepasst.
Auf 16 in Bronze gegossenen Lindenblättern, die auf felsähnlichem Gestein platziert wurden, können insgesamt 800 Namenstafeln von Verstorbenen zur bleibenden Erinnerung angebracht werden. Jedes Blatt wurde von einer Kunstschmiede in Handarbeit angefertigt. Davor können auf einer gepflasterten Fläche letzte Blumengrüße hinterlassen werden.
Interesse steigt
Bauamtsleiter Uwe Veit zeigte sich mit dem Werk rundum zufrieden. „Der Platz ist richtig schön und bedeutet für die Bestattungsstätte eine echte Aufwertung“, beschreibt er das nachhaltige Projekt. Franziska Müller, die zuständige Friedhofsverwaltungsangestellte, stellt ein steigendes Interesse an dieser Art von Bestattung fest.
Und Gartenbautechniker Tobias Kech von der ausführenden Firma sagt: „Hier ist etwas Einmaliges entstanden, welches in dieser Form nur selten zu sehen ist.“ Seit August war er mit seinem Team im Einsatz. Fast schon genial ist auch der Blick von dieser Stelle aus über Blumberg. Er eröffnet ein weiträumiges Panorama, besonders die Aussicht nach Westen zeigt endlose Landschaften.
Günstiger als geplant
Die Fertigstellung ist laut Bauamtsleiter Uwe Veit in viermonatiger Bauzeit nahezu reibungslos verlaufen. Zehn bereits angepflanzte Eiben sowie vier Kirschbäume werden in Zukunft Schatten spenden. Auch eine Ruhebank soll aufgestellt werden. Die Kosten halten sich laut Veit im Rahmen: In einer ersten Kalkulation waren noch 450 000 Euro Gesamtkosten eingeplant. Nach den Ausschreibungen konnten diese auf 341 000 verringert werden, die Umsetzung kostete dann schließlich nur rund 300 000 Euro.