Die Unterbringung von Flüchtlingen war in Rötenbach Thema im Gemeinderat. Foto: dpa/Symbolbild

Gemeinderat diskutiert über Möglichkeiten zur Unterbringung. Bevölkerung zeigt "größtes Verständnis".

Friedenweiler-Rötenbach - Der Gemeinderat diskutierte diverse Varianten künftiger Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. Anfang der Woche erhielt er vom Landratsamt über die zweite Verteilungsrunde drei Somalier zugewiesen, die in der Wohnung innerhalb der Grundschule untergebracht werden. Dort besteht in drei klassischen Zimmern und einem noch auszubauenden Nassbereich mit Küche, Dusche und WC die Möglichkeit zur Aufnahme von bis zu neun Flüchtlingen. Bürgermeister Josef Matt hält bis zu drei Flüchtlinge in einem Zimmer für vertretbar, wobei die Herkunft und Kultur der einzelnen Personen berücksichtigt wird.

Sowohl die Schulleitung als auch der Elternbeirat haben keinerlei Bedenken bezüglich der Unterbringung in der ehemaligen Schul- und Hausmeisterwohnung. Indes suchen der Musikverein und der Männergesangverein neue Lagerräume. Der Musikverein fand bereits ein privates Zwischenlager und der Männergesangverein bringt seine Utensilien vor allem beim TuS unter.

Beruflich direkt betroffen von der Flüchtlingsunterbringung ist auch der Hausmeister. Mittelfristig und bei anhaltendem Flüchtlingsanstieg sieht der Gemeinderat auch im Kauf einer Immobilie oder eines Baugrundstückes als Unterbringung für die Flüchtlinge eine Alternative. Rechtlich trete die Gemeinde in finanzielle Vorleistung, so Bürgermeister Josef Matt. Indes seien die staatlichen Fördersätze so kalkuliert, dass im Lauf der Zeit die Investitions- und Betriebskosten abgedeckt seien. Mit den Eigentümern von zwei leer stehenden Immobilien in unmittelbarer Nähe zum Rathaus in Rötenbach nahm Matt bereits Kontakt bezüglich einer Vermietung oder eines Kaufs auf.

Mittelfristig erscheine der Bau eines Hauses, das den Bedürfnissen gerecht werde, die beste Alternative, bemerkte Ratsmitglied Peter Reineck. Migrationen ermöglichen neuen jungen Mitbürgern die Chance, sich in der Gemeinde zu integrieren, verwies Reineck auf vorhergehende Flüchtlinge, die sich inzwischen in der Nachfolgegeneration in das Ortsgeschehen integriert hätten. Bürgermeister Matt sieht es ähnlich. Bislang erhielt er aus der Bevölkerung ausschließlich positive Reaktionen und größtes Verständnis für die bevorstehende Aufnahme von Flüchtlingen.

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