350 Menschen zogen am Freitagmittag durch die Villinger Innenstadt. Foto: Marc Eich

Mehr als 350 Menschen haben am Freitag an einem Protestzug durch die Villinger Innenstadt anlässlich des globalen Klimastreiks von „Fridays for Future“ teilgenommen.  An der Kundgebung beteiligten sich neben vielen jungen Protestlern auch die „Omas gegen Rechts“ sowie der BUND.

Villingen-Schwenningen - Es war eine überaus bunter Demonstration, die am Bahnhof begann und sich anschließend durch die Niedere- und Rietstraße sowie den Romäusring bis zum Vorplatz der Neuen Tonhalle zog. Mit zahlreichen Sonnenblumen, die in die Höhe gestreckt wurden, aber auch vielen Protestplakaten verdeutlichen die Demonstranten ihr Ansinnen: „Gedankenwandel statt Klimawandel“ oder „Kostenloser ÖPNV statt Milliarden an Autosubventionen“. Angeführt wurde der lange Protestzug vom Banner „Kein Grad weiter“.

Kontroverse Reaktionen

Auch Mitglieder der Spaßpartei „Die Partei“ mischten sich unter die 350 Menschen, forderten beispielsweise „Tempo 30 auf der Autobahn“. In der Innenstadt sorgte die Demonstration für reichlich Aufsehen und kontroverse Reaktionen. Während in manchen Cafés ältere Menschen den Protestierenden applaudierten, schüttelten andere wiederum ungläubig den Kopf. Ein Hupkonzert des blockierten Verkehrs im Innenring begleitete den Protestzug schließlich auf den letzten Metern bis zur Neuen Tonhalle.

48,5 Stunden Mahnwache

Bereits seit Mittwoch setzte die Bewegung mit einer 48,5 Stunden andauernden Mahnwache auf dem Latschariplatz ein Zeichen. Während dieser Zeit gab es dort Live-Musik, Workshops und Kunstaktionen.