Am Dienstagmorgen stand der 36-Jährige vor dem Landgericht. Foto: Cools

Auftakt im Wellendinger Mordprozess - am Dienstagmorgen stand der 36-Jährige vor dem Landgericht, der im Januar dieses Jahres seine 32-jährige Freundin im Streit getötet haben soll.

Wellendingen - Das Paar war seit 2005 zusammen gewesen. Drei Kinder waren aus der Beziehung hervorgegangen. Die 32-Jährige war jedoch schon während der Beziehung wiederholt von ihrem Partner mit einem Messer bedroht worden, wie aus der Anklageverlesung hervorging. Nach einem dieser Vorfälle zog sie mit den Kindern zu ihrer Schwester.

36-Jähriger wollte Trennung nicht akzeptieren

Am Tag vor dem Tattag kehrte sie jedoch noch einmal nach Wellendingen zurück, um letzte Regelungen zu treffen. Der 36-Jährige akzeptierte die Trennung laut Anklage jedoch nicht und wollte sie überreden, die Beziehung weiterzuführen. Als klar wurde, dass sie das nicht mehr wollte, soll er wütend geworden und in den frühen Morgenstunden des 25. Januars drei Mal mit einem Küchenmesser mit einer 18 Zentimeter langen Klinge auf seine Partnerin eingestochen haben. Dabei verletzte er sie laut Anklage im Rippen-, Hals- und Schulterbereich.

Kinder eilen nach Messerstichen zu Hilfe

Auf ihre Schreie hin wachten die Kinder auf und wollten ihrer Mutter zu Hilfe eilen, wie es in der Anklage hieß. Die 32-Jährige brach auf der Flucht vor ihrem Partner noch in der Wohnung zusammen und verstarb am Blutverlust beziehungsweise einer Lungenembolie. Der Angeklagte soll sich danach dreimal selbst mit dem Messer verletzt haben.

Vor dem Landgericht wollte er zunächst weder Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen, noch zu der Tat machen.