Der verflixte Start: Jana Fischer (SC Löffingen) und Leon Ulbricht (SC Rötteln) ärgern sich nach dem unglücklichen Aus im olympischen Mixed-Halbfinale im Snowboardcross.
Nach dem Pech in den Snowboardcross-Einzeln – Jana Fischer (26) hatten Millimeter zum Einzug in das Halbfinale gefehlt, Leon Ulbricht (21) war ebenfalls im Viertelfinale nach einem unglücklichen Crash mit Teamkollege Martin Nörl ausgeschieden – hatte sich das Team vom Skiverband Schwarzwald (SVS) viel für den Mixedwettbewerb vorgenommen.
„Wir haben eine Chance“, wollte die Bräunlingerin bei ihren bereits dritten Winterspielen an der Seite des Lörrachers gegen die starke Konkurrenz Vollgas geben.
Gala und Problemzone
Im Livigno Snowpark machten jeweils die Männer den Anfang. Was dann Leon Ulbricht in seinen drei Rennen zeigte, war Extraklasse. Der Lörracher entschied zunächst sein Viertelfinale gegen Australien, Frankreich 3 und Tschechien 2 für sich, dann distanzierte der 21-Jährige im Halbfinale Australien, Frankreich und Italien. Auch im kleinen Finale öffnete sich für Jana Fischer das Startgate zuerst, nachdem Ulbricht der Konkurrenz aus Frankreich I, die Schweiz und Australien 2 das Nachsehen gegeben hatte.
Die Elfte des olympischen Einzelwettbewerbs hatte wie am Freitag Probleme beim Start. Der Vorsprung war schnell aufgebraucht, Fischer musste jeweils eine Aufholjagd starten. Dies gelang im Viertelfinale nach einem grandiosen Schlussspurt mit Rang zwei hinter Australien, doch im Halbfinale reichte die hohe Endgeschwindigkeit der Schwarzwälderin nicht ganz. Am Ende platzte der Traum vom olympischen Finale, dem großen, um 0,65 Sekunden. Im kleinen Finale kam Fischer nach einer weiteren Ulbricht-Gala hinter Frankreich (5.) und der Schweiz (6.) als Gesamtsiebte ins Ziel.
Die Medaillen schnappten sich Großbritannien (Gold), Italien (Silber) und Frankreich 2 (Bronze).
Für Australien um Adam Lambert, dem Freund von Fischer, blieb der vierte Rang. Dieser hatte in der Vorschlussrunde zusammen mit Josie Baff ausgerechnet die Bräunlingerin und den Lörracher rausgekegelt. Auch Italien war im Semifinale schneller.
Die Stimmen
Jana Fischer, Junioren-Weltmeisterin von 2019, sagte nach ihren dritten Winterspielen: „Ich hätte es dem Leon gerne etwas besser beschert. Er ist so gut gefahren.“
Der Lörracher meinte nach Rang sieben: „Nach meinem niederschmetternden Einzelrennen bin ich heute mit meinem Rennen zufrieden.“