Alle Prüflinge habe bestanden. Die Prüfungskommission bescheinigte den Gesellenstücken des aktuellen Jahrgangs ein hohes Niveau. Das Besondere diesmal: Gleich drei Frauen hatten unter den jungen Handwerkern bei der Prüfung die Nase vorn.
Dass das Schreinerhandwerk auch in Frauenhand gut aufgehoben ist, belegte die praktische Gesellenprüfung des aktuellen Jahrgangs.
Mit Anka Mast von der Schreinerei Bernd Burkhardt in Loßburg-Wittendorf stellte von der Schreinerinnung Freudenstadt deren Obermeister Peter Dieterle die Lehrgangsbeste der Gesellenprüfung vor. Mast erhält zudem den Preis des Landrats. Diesen kann sie jedoch erst zu einem späteren Termin in Empfang nehmen, da sie verhindert war.
Die zweitbeste praktische Prüfung legte Svenja Weiser von der Manufaktur Möbelbau Bad Rippoldsau-Schapach ab. Das drittbeste Prüfungsergebnis erzielte Paulina Hengrich von der Schreinerei Ewald Finkbeiner Mitteltal.
Obermeister Dieterle betonte gleich zu Beginn, dass alle ihre Prüfung bestanden haben. Die Erleichterung im Multifunktionsraum des Berufsschulzentrums war förmlich spürbar. Dort hatten die jungen Schreiner/Tischler ihre schmucken Gesellenstücke und Arbeitsproben einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Stehtisch vorgegeben
Als Arbeitsprobe war ein Stehtisch vorgegeben, der in der Werkstatt des Berufsschulzentrums unter Aufsicht in einer Zeit von sechs bis acht Stunden gefertigt werden musste. 80 bis 100 Stunden wurden zur Fertigung des Gesellenstücks benötigt, das im jeweiligen Ausbildungsbetrieb gefertigt werden konnte.
In zwei Fachgesprächen wurden der Entwurf und das fertige Möbelstück mit den zuständigen Prüfern besprochen. Die Gesellenstücke selbst wurden von der Prüfungskommission, bestehend aus Bernd Burkhardt, den Lehrern Britta Köhrer, Martin Klisch und Constantin Leiser sowie der Gesellen-Beisitzerin Friederike Gaede von der Firma Ziefle&Koch, abgenommen. Dabei wurde unter anderem auf Feinheiten der Holzbearbeitung, die Verarbeitung der Beschläge sowie die Arbeitsqualität geachtet.
„Die Qualität der diesjährigen Gesellenstücke war durchweg hoch“ betonte Obermeister Peter Dieterle bei der Preisübergabe. Von den Gesellenstücken war auch der Erste Landesbeamte Reinhard Geiser angetan. Er betonte die Wichtigkeit des Handwerks und die des Schreinerberufs. Ein Dank Geisers ging an alle Ausbildungsbetriebe.
Preis des Landrats
Den Preis des Landrats, der für herausragende Leistungen steht, wird Anka Mast noch überreicht, ebenso der hölzerne Wanderpokal. Der Wettbewerb „Die gute Form“ ging ebenfalls an Mast. Mit ihrem gelungenen Holzrucksack hatte sie einen Blickfang geschaffen. Hier wurden Gestaltungsidee, Umsetzung, Form, Farbe und Proportionen bewertet.
Ab Mitte November darf Mast neben weiteren Innungssiegern ihr Schmuckstück im Haus der Wirtschaft vorstellen. Im Namen der Prüflinge überreichte Jutta Killinger persönlich gestaltete Erinnerungsgeschenke an die Fachlehrer und die Prüfungskommission.
Kurz vor ihrem Ruhestand verabschiedete sich Schulleiterin Ursula Wolf von der Heinrich-Schickhardt-Schule von den Prüflingen.
Acht der Prüflinge haben außerdem auch die begehrte CNC-Prüfung abgelegt.
Die Prüflinge
Die drei Besten
1. Anka Mast, Schreinerei Bernd Burkhardt Loßburg-Wittendorf; 2. Svenja Weiser, Müller Manufaktur Möbelbau Bad Rippoldsau-Schapbach; 3. Paulina Hengrich, Schreinerei Ewald Finkbeiner Baiersbronn-Mitteltal.
Die weiteren Gesellen
Johannes Daker, Schreinerei Willi Pfeffer Eutingen; Anton Hofmuth, Innenausbau Michael Klumpp Baiersbronn-Schwarzenberg; Jutta Killinger, Schreinerei Jochen Kaupp Loßburg; Yunus Körpe, Dobergo Büromöbelfabrik Loßburg-Betzweiler; Artur Popovic, Schreinerei Vitali Pfalzgrafenweiler-Herzogsweiler; Adrian Rupp, Schreinerei Ulrich Wolper Freudenstadt-Wittlensweiler; Felix Walz, Rodi Pfalzgrafenweiler-Durrweiler; Tim Wolfersperger, Schreinerei Willi Pfeffer Eutingen.
Fachpraktikerprüfung Holzbearbeitung Oberlinhaus
Anthony Samino Hof, Pascal Ruhl, Fabian Spingler.
Anm. der Red: Dieser Artikel wurde nachträglich verändert. Der Name des Gesellen der Schreinerei Martin Reisbeck wurde auf eigenen Wunsche entfernt.