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Freudenstadt Zweifel am Gelingen des Vertrags

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Der Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel (links) sprach sich bei der Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen für den Erhalt des Karlsruher Modells aus. Foto: Stranz-Kleindienst Foto: Schwarzwälder Bote

Um den neuen Verkehrsvertrag für die Stadtbahn-Verbindungen, der ab 2021 in Kraft treten soll, ging es bei der Kreismitgliederversammlung von Bündnis 90/Die Grünen im "Kuckuck".

Freudenstadt. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel sagte, Ziel müsse es sein, das Karlsruher Modell zu erhalten. Rund zwei Dutzend Interessierte waren zu dem Informationsabend unter Vorsitz von Rolf Linke erschienen.

Die Zuhörer mussten von Hentschel, der dem Verkehrsausschuss auf Landesebene angehört, aber auch hören, dass es nicht einfach sein wird, dieses Ziel zu erreichen. Denn das Ausschreibungsrecht erzwinge eine öffentliche Ausschreibung. Es könnten sich letztlich Unternehmen aus ganz Europa bewerben. Eine Lösung könne die Einschränkung des Netzes sein.

Die Beteiligten ließen kurz die Geschichte des vor rund 25 Jahren entstandenen Stadtbahnnetzes zwischen dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) und der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Freudenstadt (VGF) Revue passieren. Heute wird der Personenverkehr auf der Murgtalbahn von der Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) betrieben.

Freudenstadt soll als Stern erhalten bleiben

Die Eckpunkte der nun anstehenden Ausschreibung, an der sich die AVG nicht beteiligt, erläuterte der Abgeordnete wie folgt: Keine Schlechter­stellung der Fahrzeiten, Freudenstadt als Stern solle erhalten bleiben, Knotenpunkt für den Nationalpark werde Baiersbronn. Die Strecke von Freudenstadt bis Forbach werde weiter so bedient wie bisher. Aber ab Forbach seien die Züge als Eilzüge unterwegs und würden als Sprinter nur noch einige Haltstellen anfahren (Forbach, Weisenbach, Gernsbach, Gaggenau und Rastatt). Im Sinne der Modernisierung seien außerdem mehr Fahrradstellplätze sowie WLAN vorgesehen.

Kritische und zweifelnde Töne waren aus den Reihen der Zuhörer zu vernehmen. Es stehe ja beispielsweise noch nicht einmal fest, welche Fahrzeuge überhaupt zum Einsatz kämen und ob diese am Ende erst gebaut werden müssten. Dafür sei die Zeit dann knapp. Auch sei zu befürchten, dass die gegenseitige Verzahnung der Bahnverbindungen nicht besser werde.

Darüber hinaus müsste auch das Zusammenspiel von Bahn und Bus verbessert werden. Eine zentrale Online-Informationsplattform für Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) regte Claudia Harrison, Mitglied der Geschäftsführung im Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen, an.

Allzu häufig lande man doch besonders zu frühen oder späteren Tageszeiten quasi im Nirwana und müsse manches mal gar auf ein teures Taxi zurückgreifen. Generell bemängelten viele die Verbindungen in angrenzende Regionen. So zum Beispiel auch ins Elsass. Dazu sagte Hentschel, dass bereits Gespräche darüber geführt würden. Grundsätzlich, so Hen­t­schel weiter, habe der aktuelle Fahrplan nichts mit den Veränderungen zu tun. Wegen der geringen Auslastung in den Morgen- und Abendstunden sei kein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Daher sei die Finanzierung eingestellt worden. Das wiederum berücksichtige der KVV im Fahrplan. Auswirkungen auf die Ausschreibung habe dies nicht.

Fahrpreise sollten um 25 Prozent gesenkt werden

Außerdem war das Baden-Württemberg-Ticket Thema. Das Ziel sei ein einheitlicher Tarif, betonte Hentschel. Außerdem sollten die Fahrpreise um 25 Prozent gesenkt werden, um die Nachfrage zu steigern. Es sei bereits eine baden-württembergische (BW)-Tarifgesellschaft gegründet worden. Insgesamt 20 Millionen Euro an Haushaltsmitteln werde für fünf Jahre bereitgestellt. Das Fahrkartensystem werde zudem umgestellt. Start solle noch in diesem Herbst sein.

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