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Freudenstadt Zusammenarbeit zahlt sich aus

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Ungarische Pflegekräfte haben ihre Anerkennungsurkunden erhalten. Sie arbeiten nun im Kreis Freudenstadt. Foto: Walter

Region Freudenstadt - Das Thema Fachkräftemangel macht auch vor den Pflegeberufen nicht Halt. Hilfe vor einer Unterversorgung der Seniorenheime mit Pflegekräften kann aus dem Ausland kommen. Das zeigt eine Initiative verschiedener Seniorenheime aus dem Landkreis.

Der Abend im Haus Auerhahn in Reinerzau war festlich. Offiziell wurden den elf ungarischen Pflegekräften die Anerkennungsurkunden übergeben. Die elf Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten in sieben Seniorenheimen im Landkreis.

Die Frauen kamen auf Initiative der Pflegeheime "Haus Auerhahn", "Haus am Rödelsberg", Seniorenheim Besenfeld, Seniorenheim Walter, "Haus Obertal", "Haus am Kurgarten" und "Haus St. Vinzenz" nach Freudenstadt, um dort ihre im Heimatland erworbenen Pflegeexamen anerkennen zu lassen und als Pflegefachkräfte zu arbeiten. Inzwischen haben alle Teilnehmer ihre Familien nachgeholt, um sich dauerhaft im Kreis Freudenstadt niederzulassen und sich zu integrieren.

In eigener Initiative haben sich die Pflegeheime im Kreis Freudenstadt zusammengeschlossen, um aktiv dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Bereits in einem vorhergehenden Projekt 2012 sind sechs Pflegefachkräfte aus Ungarn in den Kreis Freudestadt gekommen.

Fachkräfte haben erfolgreich Prüfung abgeschlossen

Nun haben die Fachkräfte den viermonatigen Deutschunterricht erfolgreich mit bestandener Prüfung abgeschlossen und ihre Anerkennung als "Gesundheits- und Krankenpfleger" vom Regierungspräsidium Karlsruhe erhalten. Schon lange sei erkennbar, dass Ausbildung allein nicht ausreicht, um die zusätzlich benötigten Pflegefachkräfte zur Verfügung zu haben und ein Zuzug von externen Fachkräften hier dringend ist, sagt Alexander Walter vom Senioren Walter.

Zusätzlich zu den durchschnittlich rund 40 Pflegefachkräften, die jedes Jahr in den Alten- und Krankenpflegeschulen ihren Abschluss machen, soll die Initiative den großen Bedarf an Pflegefachkräften im Kreis Freudenstadt dauerhaft decken. Von den Initiatoren ist angedacht, dass in einigen Jahren in jedem Pflegeheim und jedem ambulanten Pflegedienst im Landkreis ein bis zwei ausländische Pflegefachkräfte arbeiten können. Wenn dieses Ziel erreicht wird, würde sich der deutschlandweite Fachkräftemangel in der Pflege auf den Kreis Freudenstadt viel weniger auswirken, so Walter.

Ein dritter Kurs läuft im Moment im "Haus Auerhahn" in Reinerzau an, um noch in diesem Sommer weitere zusätzliche Pflegefachkräfte aus Ungarn im Landkreis zu integrieren.

Erstmals beteiligt sich auch ein Heim aus einem anderen Landkreis. Auch für den Herbst 2013 ist ein weiterer Kurs für zwölf ungarische Krankenschwestern in Planung.

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