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Freudenstadt Zum Maifest geht’s nach Sao Paulo

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Vorfreude auf ein besonderes Projekt: Die Stadtkapelle Freudenstadt soll 2015 zu Gast beim Maifest in Sao Paulo sein. Foto: Stadtkapelle Foto: Schwarzwälder-Bote

Freudenstadt. Ein Fest der Kulturen und die Stadtkapelle Freudenstadt mittendrin. Aber nicht etwa in Freudenstadt, sondern in Brasilien. Pfingsten 2015 darf die Stadtkapelle zu Gast beim 16. Maifest in Sao Paulo sein.

Ein Maifest in Sao Paulo? In der Tat. Seit 16 Jahren wird im Bezirk Brooklin der Metropole regelmäßig ein deutsch-brasilianisches Kulturfestival gefeiert, bei dem sich der Stadtteil in eine riesige Bühne verwandelt. Rund 2000 Künstler präsentieren an den drei Festival-Tagen ein Programm, das von Musik und Tanz bis hin zu Kunsthandwerk und Film reicht. Bis zu 200 000 Besucher zieht die Veranstaltung, die zum offiziellen Veranstaltungskalender der Stadt Sao Paulo gehört, jedes Jahr an. Die deutsche Kultur ist seit Generationen tief in dieser Gegend verwurzelt, und schon lange reichen die Verbindungen auch nach Freudenstadt. Schüler aus einem deutschen Internat sind regelmäßig auf Sprachreise im Nordschwarzwald, eine Trachtentanzgruppe aus Brasilien hat vor wenigen Jahren das Stadtfest in Freudenstadt eröffnet. Und nun darf die Stadtkapelle vom 23. bis 25. Mai Gast beim 16. Maifest sein.

Unter den Musikern war die Überraschung groß, als Festival-Kurator Luiz Delfino während eines Sprachurlaubs am Eduard von Hallberger-Institut in Freudenstadt vor einem Jahr plötzlich an die Tür im Probelokal klopfte. Namhafte deutsche Künstler, hervorragende deutsche Musik – all das gibt es bereits beim Maifest, das unter anderem von der deutsch-brasilianischen Handelskammer, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik und der Regierung des Bundesstaats Sao Paulo unterstützt wird.

Aber ein typisches Blasorchester wie es in Deutschland aus dem Kulturleben nicht wegzudenken ist, fehlt im Programm der Großveranstaltung bislang. Für Kurator Delfino war daher schnell klar: Die Stadtkapelle Freudenstadt soll in Sao Paulo dabei sein.

Dass es den Organisatoren ernst ist, zeigte sich, als Dirigent Rainer Neher für drei Tage zum diesjährigen Festival eingeladen wurde, um Programm und Örtlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Er war begeistert: "Eine tolle Veranstaltung. Für die Stadtkapelle gibt es dort so viele Möglichkeiten, sich zu präsentieren."

Dennoch schien es so, als ob die Reise an organisatorischen Hürden scheitert. In Sao Paulo selbst werden sich die Gastgeber – von Kost und Logis bis zum Transport – um das Orchester kümmern. Doch 35 Musiker müssen samt Instrumenten über den Atlantik reisen.

Aber ohne offizielle Einladung können keine Fördergelder beantragt, keine Flugtickets reserviert und keine Sponsoren gesucht werden. Und dieses Formular hing in den Mühlen der Stadtverwaltung Sao Paulos fest. Als das notwendige Schriftstück dieser Tage endlich doch noch eintraf, beschloss die Stadtkapelle: "Wir wollen es wagen."

Ein Projektteam aus Musikern und passiven Unterstützern ist nun fieberhaft dabei, ein Finanzierungskonzept für die Reise nach Südamerika auszuarbeiten. Denn alleine aus eigenen Mitteln ist die Reise nicht stemmbar. Für den Vorstand steht aber auch fest: "Wenn die Reise durchgeführt wird, dann so, dass alle Musiker daran teilnehmen können – auch Schüler oder Familien", erklärt Vorsitzende Christine Schwarz. Die Stadtkapelle will in Sao Paulo außerdem nicht nur Freudenstadt, sondern die ganze Region repräsentieren. Mit der Freudenstadt Tourismus wurden bereits erste Gespräche geführt, diese sollen nun mit Unternehmen in der Region fortgesetzt werden.

Die Musiker haben innerhalb weniger Tage weitere Ideen entwickelt, um Mittel für die Reise zu erwirtschaften. Beim Konzert zum neuen Jahr am 30. Dezember, das dieser Tage ebenfalls noch in Vorbereitung ist, soll das Projekt Brasilien offiziell vorgestellt werden. Im Mai heißt es für die Stadtkapelle dann "Auf nach Brasilien."

Weitere Informationen: info@stadtkapelle-freudenstadt.de

 
 
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