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Freudenstadt Zirkus Alessio öffnet seine Zelte wieder

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André Kaiser (links) vom Zirkus Alessio baut zusammen mit Georg Steinberger die Unterkonstruktionen für die Tribünenerweiterung auf. Foto: Reimer

Freudenstadt - Nach mehr als vier Monaten Zwangspause heißt es bei Zirkus Alessio am 28. Juli wieder "Manege frei". Als Dankeschön für die Unterstützung der vergangenen Wochen, sind die ersten Aufführungen kostenlos.

Bevor es mit den Aufführungen wieder losgehen kann, müssen unter anderem noch die Tribünen aufgebaut werden. Dabei erhält der Zirkus Unterstützung von der Schlosserei Steinberger aus Alpirsbach und der Firma Weinmann Aach aus Dornstetten. Diese spendeten Unterkonstruktionen für eine Tribünenerweiterung im Gesamtwert von etwa 3500 Euro.

Während Weinmann Aach das Rohmaterial zur Verfügung stellte, wurde bei Steinberger "zugeschnitten, geschweißt und gebohrt", sagt Inhaber Georg Steinberger. "Vom Lehrling bis zum Meister, jeder hat Hand angelegt." Für die Arbeiten brauchte die Schlosserei etwa eine Woche.

Am 16. Juli brachte er die Unterkonstruktionen zum Zirkus, der auf einem Privatgrundstück in der Nähe der B  294 an der Wittlensweiler Straße gestrandet ist. Dort wurde dann auch gleich mit dem Aufbau begonnen. "Ohne diese Unterstützung würden wir nicht auftreten können. Uns wurde hier aus der Patsche geholfen", erklärt André Kaiser vom Zirkus Alessio.

Publikum soll Abstand halten können

Wegen Corona muss der Abstand im Publikum 1,5 Meter zur Seite und jeweils zwei Meter nach vorne und hinten betragen, erklärt er. Dank der neuen Tribüne können so etwa 100 Besucher gleichzeitig ins Zelt. "Wir wären froh, wenn tatsächlich 100 Besucher kommen würden, aber wir haben die Befürchtung, dass die Leute noch etwas Angst haben, auf Veranstaltungen zu gehen", meint Kaiser.

Der erste Auftritt ist am 28. Juli. Die Betreiber bieten ein volles, zweistündiges Programm auf dem Niveau von Vor-Corona-Zeiten. Die Artisten, die zu Beginn der Krise nach Hause geschickt wurden, sollen auch pünktlich wieder zurück sein. "Wir haben viel trainiert und einiges neu eingeübt", sagt Kaiser. "Wir möchten uns in der Qualität nicht verschlechtern."

Dazu wird auch ein Hüpfburgpark aufgebaut. Dieser beinhaltet laut Kaiser auch die größte reisende Hüpfburg Europas mit einer Höhe von 16 Metern. Der Eintritt zur Aufführung und zum Hüpfburgpark soll zunächst kostenlos sein. Damit möchte sich der Zirkus für die Unterstützung, die er in den vergangenen Monaten erhalten hat, bedanken.

Viel Unterstützung erhalten

Und diese Unterstützung war auch bitter nötig, wie Kaiser erklärt. Seit März gab es keine Auftritte und daher so gut wie keine Einnahmen. Zwischenzeitlich öffneten die Betreiber ein Zirkus-Bistro an Wochenenden, das zwar gut angenommen wurde und über die Runden half, aber letztlich nur "ein Tropfen auf dem heißen Stein war", sagt Kaiser.

Diese Situation war für die Betreiber völlig neu, erklärt er. "Wir haben den Zirkus vor zwei Jahren gegründet und bisher war es ein gut laufendes Unternehmen. Jetzt waren wir erstmals auf Hilfe von außen angewiesen." Für die Zirkusfamilie war das unangenehm, ein Schamgefühl, meint er. "Aber wir sind froh, dass die Menschen uns geholfen haben und wissen das auch sehr zu schätzen."

Durch die Unterstützung waren die Tiere auch stets gut versorgt. "Viele Leute haben Heuballen oder anderes Futter für die Tiere vorbeigebracht. Die hatten genug zu fressen", erklärt Kaiser. Die Lebensmittel für die Familie wurden hingegen zeitweise etwas knapp. Die Familie musste sich an das Jobcenter wenden um über die Runden zu kommen.

Durch Corona war wohl jeder in einer neuen, bisher nicht dagewesenen Situation, sagt Kaiser. "Es war eine harte Zeit. Aber wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht."

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