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Freudenstadt Zimmerer-Innung feiert 100. Geburtstag

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Die besten drei Teams der Zimmerer-Olympiade. In der Mitte die Sieger von Holzbau Lieb. Foto: Schwark

Freudenstadt - Das war eine große Demonstration eines traditionsreichen Handwerks: Mit einer Zimmerer-Olympiade feierte die Zimmerer-Innung Freudenstadt auf dem Marktplatz in Freudenstadt ihr 100-jähriges Bestehen.

Zwölf Teams präsentierten vor einer großen Zuschauerkulisse ihre handwerklichen Fähigkeiten. Obermeister Dieter Stahl freute sich über das große Zuschauerinteresse und dass so viele Zimmerer in Kluft auf dem Marktplatz erschienen waren. Ein Dank ging an den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Freudenstadt, Sebastian Rother, und alle Sponsoren, die die Veranstaltung ermöglicht hatten. Mit der Zimmerer-Olympiade wolle man das Handwerk vorstellen, das für solide Arbeit und Nachhaltigkeit stehe, betonte Stahl.

Von den zwölf Teams aus jeweils vier Personen waren Kraft, Gleichgewichtssinn, Fingerfertigkeit und Mut gefragt, als sie in vier Disziplinen an der Wippe, am Säge- und am Nagelbock sowie im Hammerwerfen an den Start gingen.

Für Landrat Klaus-Michael Rückert war es ein "wunderbares Bild", junge und erfahrene Handwerker in Kluft mitten in der Gesellschaft und der Stadt begrüßen zu dürfen. Das Handwerk präge den Landkreis Freudenstadt bentonte er. Aktuell gebe es 1700 Handwerksbetriebe mit 9700 Mitarbeitern im Landkreis, die einen Umsatz von 1,2 Milliarden erzielen. Das für den Nachwuchs etwas getan werde, belegten 579 Lehrverträge. Das Material, das die Zimmerer verbauen, wachse im Landkreis, so Rückert, der sich dankbar zeigte, das die Zimmerer bei Initiative Weißtanne mitmachen.

Oberbürgermeister Julian Osswald schätzte es, dass die Zimmerer in den vergangenen 100 Jahren ihrer Innung alle Ehre gemacht und viele Traditionen weitergereicht hätten. Osswald versicherte, dass alle städtischen Baumaßnahmen, soweit machbar, mit heimischen Holz ausgeführt würden. Der OB wünschte der Innung auch für die nächsten 100 Jahre viel Erfolg. Als Dank überreichte er an Obermeister Stahl eine kunstvoll, gefertigte Torte eines Rohbaus, die der stellvertretende Obermeister der Konditoren- Innung, Claus-Dieter Wetzel, gefertigt hatte. Im Gegenzug übergab Stahl an Osswald eine von den Zimmerern gefertigte Liegebank. Unter großem Beifall wurde sie gleich getestet.

Vom Holzbauverband Baden-Württemberg sprach Josef Schlosser ein Grußwort. Er ging auf den Wert des Handwerks ein. Mut zur Teamfähigkeit und Nachhaltigkeit seien gefragt. Schlosser übergab eine Urkunde und einen Gutschein für ein Spanferkelessen.

Blütezeit war im Mittelalter

Der Präsident der Handwerkskammer Reutlingen, Harald Hermann, lobte die Arbeit der Zimmerer. Die Innung leiste wertvolle Arbeit, wobei die Gründungsmitglieder den nötigen Weitblick gehabt hätten. Die Blütezeit der Zimmerer sei im Mittelalter gewesen, was viele gewagte Bauten eindrucksvoll belegten.

Kreishandwerksmeister Alexander Wälde dankte allen, die die Zimmerer-Olympiade organisiert hatten. Wälde sprach die Bedeutung der 18 Innungen an. Wenn die Industrie schwächele, freue sich das Handwerk auf Rückkehrer so Wälde, für den das Handwerk "die Macht von nebenan" ist. Stellvertretend für alle Helfer erhielt Susanne Stahl ein Blumenpräsent.

Fachkundig moderierte Stefan Seidt die Veranstaltung. Die Idee zur Olympiade hatten Claus Schwab (Zinser Holzbau) und Thomas Möhrle (Holzbau Günter, Obertal). Beim Sägen über Kopf hieß es für die Teilnehmer ziehen und nicht drücken. Das richtige Gefühl war beim Hammerwerfen und auf der Wippe gefragt. Kraft musste dagegen am Rammbock gezeigt werden. Zwischen dem Wettbewerb präsentierte Lukas Nafz sein Können. Er holte mit der Zimmerer-Nationalmannschaft den ersten Platz bei der Zimmerer-EM in Luxemburg.

Unter großem Beifall wurden die Siegerteams geehrt. Alle Mannschaften erhielten einen Pokal. Den ersten Platz holte sich das Team Holzbau Lieb I, gefolgt von Holzbau Faßnacht I (Horb) und den "Badischen Holzwürmern".

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